Kapitel 3
"Taylor, nur ein Knopf, und bei der Stelle, wo dein Vater untergekommen ist, wird die Nachricht rausgeschickt, ihn zu töten, zeitgleich passiert dir hier dasselbe", klärte er mich auf, wieder grinste er siegessicher.
"Also? Willigst du nun endlich ein?", fragte er mich dann noch und hielt mir erwartungsvoll einen Kugelschreiber hin.
Sollte ich wirklich?...
***
"Das werden Sie nicht tun!", spottete ich und verschränkte meine Arme vor meiner Brust. "Oh, werde ich nicht?", fragte er mich, der sarkastische Unterton war mehr als nur rauszuhören.
"Nein, werden Sie nicht !", bestätigte ich dennoch.
"Wieso bist du dir da so sicher?", hakte er gelassen nach, da kam ich jedoch ins stocken. "Hab ich mir gedacht", lachte er auf und lehnte sich auf seinem Stuhl über seinen Tisch so weit wie möglich zu mir vor, er sah mir intensiv in die Augen : "Taylor Kadden, du scheinst wirklich gar nichts über mich zu wissen, aber...ich halte was ich sage. Bist du nun dabei, oder muss ich euch wirklich umlegen lassen?"
Sein Blick strahlte getäuschtes leid aus.
"Das ist Erpressung!", argumentierte ich. "Denkst du echt, dass das hier irgendwen interessiert?", fragte er, ich schüttelte stockend meinen Kopf.
"Versprechen Sie mir meinen Vater am Leben zu lassen, wenn ich Ihrer...Truppe beitrete?", wollte ich sichergehen, Jefferies nickte kurz.
"Dann bin ich dabei", seufzte ich und sah zur Seite. "Dann unterschreib das hier einmal", forderte er, ich tat was er wollte.
"Nun gut...du wirst professionell ausgebildet, spielst Szenarien mit deinen Mitglieder durch, die so auch in der Wirklichkeit entstehen könnten und wirst mit auf Missionen gehen, soweit klar?", fragte er nach, ich nickte.
"I-ich werde aber niemanden für Sie umlegen müssen...o-o-oder?", fragte ich vorsichtig. "Hm...sagen wir es so, noch nicht, Mal sehen wie sich das entwickelt. Es kann immer Mal wieder vorkommen, aber das wird nicht deine Aufgabe sein, außer, das ist das, was du willst", klärte er mich auf, ich schüttelte schnell meinen Kopf.
"Hm...in Ordnung. Du darfst jetzt gehen, die Tür wird dir aufgeschlossen wenn du klopfst", sagte er, also stellte ich mich auf und ging zur Tür.
"Ach, und Kadden?", fragte er jedoch nochmal nach mir, weswegen ich über meine Schulter hinweg zu ihm sah. "Hör auf mich zu Siezen!", forderte er dann, ich legte nur still meinen Kopf schief : "Tun die anderen hier das denn nicht?"
"Doch, aber ich möchte es von dir nicht hören", meinte er, weswegen ich verwirrt wieder nach vorne sah und an der Tür klopfte. Jefferies gab den Männern den Auftrag mich zurück in den grünen Raum zu bringen, mich aber spätestens in einer Stunde dort wieder abzuholen, damit mein Training starten könnte.
Ich war mir nicht so ganz sicher, ob ich da wirklich die Richtige Entscheidung getroffen hatte.
Klar, es ging um das Leben meines Vaters, und auch um meines, aber dafür das Gesetzt zu brechen?
Ich meine ja nur, ich kannte keinen dieser Menschen, hatte noch nie von ihnen gehört, also wer weiß wie oft die schon gepackt wurden, was sie noch alles taten außer Waffenschmuggel...
Ich musste es nun wohl herausfinden, ich gehörte nun zum Team.
Team Jefferies.
Hah!
Scheiße, ganz ehrlich? Ich bin sowas von am Arsch, das wusste ich jetzt schon...
