Kapitel 4
Gleich am nächsten Morgen stehe ich über motiviert auf, natürlich habe ich meinen Wecker aufgeweckt und nicht umgekehrt. Heute ist mein Probetag. Ich hoffe ich versau es nicht. So bürste ich mir als aller erstes die Haare vor dem Spiegel, da diese aussehen wie ein riesiges Wollknäuel. Es ziept etwas und ich bleibe oft mit den Borsten der Haarbürste hängen. Doch bald sind diese auch schon gebändigt. Ich gähne, strecke mich richtig. Ehe ich mir meine Schlaf Sachen von Körper streife und meine neue Arbeitskleidung anziehe. Sie sitzt wirklich wie angegossen, wer hätte es gedacht. Ich sicher nicht. sie formt und ist sehr betonend für die Figur. Dabei glaubt man eher weniger an formend und hübsch, wenn man an seine Arbeitskleidung denkt.
Ich drehe mich einmal im Kreis. Begutachte mich genau, nicht das irgendwas an der Kleidung fehlt oder kaputt ist. Nachdem sich nichts finden lässt binde ich mir meine Haare zu einem Pferdeschwanz zusammen. So jetzt ist alles perfekt, sie sagte zwar nicht um welche Uhrzeit ich kommen soll, aber um 8:00 Uhr denke ich ist in Ordnung. Immerhin machen sie um acht erst auf. Oder eben halt viertel vor acht, das würde ich auch noch pünktlich schaffen vermute ich.
Ich schnappe mir meine schwarze Tasche, packe mir meine Ersatz Klamotten ein und meinen Hausschlüssel. Dann gehe ich aus meinem Zimmer nach unten. "Dylan, bis du noch da?" Keine Antwort. Ich ging also in die Küche, dort stand ein Teller mit einem Sandwich und Zettel darauf. Während ich in das Sandwich genüsslich reinbiss lass ich mir den Zettel durch.
"Morgen Schwesterherz, ich hoffe du hast gut geschlafen. Ich bin schon seit um fünf weg. Tut mir leid, dass ich dich nicht fahren kann, obwohl heute doch dein erster Tag ist. Wenigstens bin ich mir sicher, dass das Sandwich schmecken wird. Hab dich ganz dolle lieb kleine. Gib dein bestes. wir wissen beide du wirst das rocken!"
Ein kleines schmunzeln legt sich über meine Lippen. Dylan ist so unglaublich toll, der beste Bruder den Man haben kann. Fertig gegessen mache ich mich auf den Weg zum Eingang. Ich ziehe mir Schuhe und einen dicken langen Mantel an. Darüber meinen schal und grinse. "Siehst du Dylan, auch ohne deine Hinweise denk ich an den Schal", ich lache und laufe aus der Haustüre. Sperre das Haus ab und Sehe noch einmal auf die Uhr und bemerke, dass bald ein Bus kommen muss. Den sollte ich am besten nicht verpassen. Noch ein bisschen müde komme ich bei der Bushaltestelle an wo schon der Bus einfährt. Da hab ich echt Glück gehabt.
Gähnend steige ich ein und begrüße den Fahrer, schnell kaufe ich mir noch ein Ticket bevor ich mich hinsetze. Ich bin wirklich gespannt was ich dann heute auch alles machen darf. Bestimmt nur hinter der Theke stehen und mir einen Kieferkrampf durch lächeln holen. Man soll doch stets freundlich bleiben.
Nach einiger Zeit fahrt und vorbeiziehenden Häusern, wird endlich die besagte Straße angesagt. Vom Sitz erhebend, drückte ich auf den "stopp" Knopf und wartete bis er hielt, ehe ich mich richtig hinstelle. Leichten Fußes stieg ich aus, sah nach links und rechts um zu schauen wo ich lang muss. Rechts. Also ging ich dort entlang, rieb meine Hände am Mantel. Es ist unangenehm kalt. Die Metall Stangen im Bus zum Festhalten sind nochmal ein Stück unangenehmer zum Anfassen.
Endlich angekommen am Café merke ich das drinnen erst alles von Katy eingeräumt wird. Zum Glück pünktlich. So trete ich durch die süße blaue Tür. "Guten Morgen", spreche ich munter in den Laden, mit mir klingelt einladend die kleine Glocke über der Türe. "Guten Morgen liebes. Schön, dass du schon so früh da bist. Ich hatte ganz vergessen dir zu sagen wann du kommen sollst", sie seufzt frustriert auf doch ich lächle weiter. Mache eine wegwerfe Bewegung mit meiner Hand. "Ach was. Sowas passiert halt. Ich bin ja da. Hab 1 zu 1 zusammengezählt und hab's geschafft pünktlich zu sein. Denke ich, oder?"
"Ich danke dir. Du bist wirklich lieb. Komm erstmal rum, dann zeige ich dir alles. Und du bist wirklich pünktlich. Sehr gut." Ich nicke und gehe um die Theke rum, zu meiner neuen Chefin. "Die Kleidung steht dir", meint sich fröhlich, ich werde etwas verlegen. Danach wird ihre Mimik etwas ernster.
"Also das wichtigste das du wissen musst..." und schon fing sie an mir alles zu erzählen und zu zeigen. Schon alleine nach dieser ausführlichen Erklärung, bin ich fertig. Alles was zu tun ist habe ich relativ gut verstanden. Ein paar Sachen werde ich nochmal nachfragen müssen, aber ich großen und ganzen hört sich alles super an.
"So dann viel glück, du darfst heute bedienen, wenn du etwas brauchen solltest scheu dich nicht zu fragen. Ist besser als es dann einfach falsch zu machen."
"Schon?"
"Klar ich vertrau dir liebes, du siehst nicht aus wie ein Rowdy", sie lächelt und geht mit mir vor in den Laden wo schon 3 Leute sich verteilt haben.
"So dann nimm mal die Bestellungen auf", ich nicke. Das kann ja was werden. Sie drückt mir einen Block mit Stift in die Hand und drückt ihre Daumen in den Fäusten vor mir zusammen. Ich muss herzlich auflachen und gehe los. Daran könnte man sich gewöhnen.
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Nach meiner Mittagspause um 12 gehe ich wieder nach vorne zu Katy. "Ich bin wieder da."
"Schön, du kannst draußen bei der Dame nach fragen was sie gerne Hätte."
"Mach ich", und schon gehe ich nach draußen, direkt auf die ältere Dame zu. Das fröhliche klingeln der Glocke streift mir nach. Es ist ziemlich kalt. Also freiwillig würde ich hier nicht bleiben. Ganz nachvollziehen kann ich es ehe nicht das Katy draußen bei Schnee die Stühle und Tische stehen hat. das ist doch viel zu kalt, selbst mit warmen Kaffee oder Tee.
"Willkommen im Café Mooner`s. Wissen sie schon was sie möchten?"
"Oh hallo, guten Tag. Ich hätte gerne einen Espresso."
Ich nicke, schreibe es auch gleich unter die Tisch Nummer die ich schon aufgezeichnet habe, "haben sie sonst noch einen Wunsch?”
Die Dame lächelt freundlich und schüttelt den Kopf.
"Kommt sofort", bringe ich lieblich entgegen und schon gehe ich lächelnd wieder rein. lege Katy den Zettel auf den Tresen auf dem die Bestellung steht und möchte gerade schauen ob es noch einen unbedingten Kunden gibt.
"Tisch 13 wurde noch nicht bedient Bridget."
Ich nicke. "Ich gehe sofort", rufe ich meiner Chefin Katy zu. Ich richte meine Schürze zurecht und mache mich leichten Schrittes auf tisch 13 zu.
Ich komm näher, sehe die gemachten haare, das markante Kinn. Wenn ich weiter heruntersehe, bemerke ich die unzähligen Tattoos die seinen Körper verzieren. Dann blickt er hoch, direkt in meine Augen. Ich kenne sie, dieses Blau würde ich nie wieder vergessen können. Wie kann das möglich sein, es war nur ein verdammter Traum gewesen! Mein Herz schlägt schneller, meine Atmung wird dünner. Ihn anstarrend bleibe ich stehen bis er dann auch oben mit seinen Augen bei meinen ankam. Seine blauen Augen fixieren mich, ich weiß nicht was ich tun soll. Er wird mich nicht kennen, das ist einfach nur ein Zufall. Ich stelle mich vor seinen Tisch. "Willkommen im Mooner's, wissen sie schon was ich ihnen bringen kann?" ohne zu zögern legt Bridget ein freundliches Lächeln auf, sodass keiner erkennt wie unwohl sie sich gerade dabei fühlt. Versuche ihn nicht zu sehr an zu starren. Was mir aber nicht leicht fällt, mein Herz schlägt wie wild. "Hey" ein schelmisches grinsen legt sich auf seine Lippen. "Sie sind also die neue Aushilfe von Katy" entspannt und gekonnt lehnt er sich zurück und legt seinen arm auf die lehne der kleinen Bank auf der er Platz genommen hat.
