Kapitel 3
Ich presse mir mein Kissen auf mein Gesicht und stöhne auf. Diese dämliche Sonne blendet mich. Kann sie nicht noch ein paar Stunden warten. Ne sie muss mich gleich richtig anpissen. Mich aus meinem Schlaf reißen, selbst wenn ich nichts Geträumt habe. Dennoch Schlaf ist Schlaf, genauso angenehm hier im Bett zu liegen. Ich höre mein Bett schon ganz bitterlich weinen.
Bevor ich auch nur ansatzweise weiterschlafen konnte, höre ich meinen Elefanten Bruder hoch trampeln. Ein frustrierter laut entflieht mir bevor er schon meine Tür aufreißen kann.
"Heyyy! Schwesterchen! Ich habe eine Hammer Nachricht für dich"
"Lass mich in Ruhe."
Er zieht mir die Decke von meinem Körper, schlägt mir einfach das Kissen vom Gesicht und hebt meine Matratze an, so dass ich mit einem lauten rums auf der anderen Seite des Bettes, herunterfalle.
"Auuu du Arsch! Womit hab ich das denn verdient, ich war doch wach!"
"Du hörst mir nicht zu! Das ist los."
"Dann rede, erzähl mir halt einfach was passiert ist. Sonst redest du mir auch immer ständig ins Wort", genervt stöhne ich auf.
"Mein Arbeitskollege hat eine bekannte, sie sucht in einem süßen kleinen Café hier in der Nähe einen Mitarbeiter. Ich dachte das wäre doch sicher was für dich. in einem Café zu bedienen oder zu verkaufen ist keine schwere Arbeit. wie wär's?"
Ich sehe zu ihm hoch. Fange an zu grinsen. "Das ist fantastisch. Du bist der beste Dylan", ich springe erfreut auf und halte mich sogleich an der Wand fest. Murrend schließe ich die Augen.
"Zu schnell aufgestanden", Dylan lacht bloß darüber, während ich gegen den Schwindel und das Dröhnen in meinem Kopf ankämpfe. Vor meinen Augen kräuseln sich weise kleine flecken.
Als es endlich vorbei ist seufze ich und fahre mir übers Gesicht. Glätte mir die unfreundlich schauenden falten aus dem Gesicht. "Was zieht man zu einem Vorstellungsgespräch an?", frage ich ratlos und öffne meinen Schrank.
"Eine einfache Jeans und ein Shirt wird reichen. Zieh dich einfach nicht freizügig an! Wobei du das sonst auch nie machst", murmelt er ganz leise nach.
"Das mache ich nie", motze ich ihn an, da er mein Zimmer verlassen will. Idiot. Schließlich ging er dann ohne ein Wort und Schloss vorher noch meine Zimmertür.
Also, es soll eine Jeans und ein Shirt werden. Mal schauen. Ich schmeiße ein paar Shirts umher, falte ein paar Hosen auf und stopfe sie wieder zurück in den Schrank, natürlich nicht wieder zusammengelegt. Wofür auch. Am Ende setze ich mich auf den Boden, lasse mich nach hinten fallen. "Was soll ich überhaupt sagen? Hallo, ich will hier arbeiten. Schön, dass sie mich einstellen bis dann oder ich bin frau etwas gestört und bin nicht so alt wie du wahrscheinlich denkst", ich verdrehe meine Augen. Nein sowas kann ich nicht bringen. ich setze mich geschwind wieder auf. Sehe auf die Uhr und wieder in meinen Schrank. Da sticht mir meine Lieblings Jeans in die Augen. Sie ist beige, hat ein schwarzes Schrift Muster an der Seite der Hosenbeine eingestickt und eine halbe Herzform am hintern. Wir kennen alle diese Hosen die etwas für die Figur machen. Also lach nicht und gesteh es dir wenigstens selbst wenn schon nicht mir.
Ich ziehe sie sofort aus dem Schrank. Stehe mit ihr in den Händen auf. Sehe mich bei meinen Oberteilen um und ziehe einfach ein schlichtes weißes ohne ausschnitt an. Oberteile ohne ausschnitt sind sowieso die angenehmsten. wobei weiße Oberteile genauso kritisch sein können. In meiner alten schule hatte ich mal eins an, da sagte mir niemand das mein Shirt durchsichtig war. Natürlich musste ich dann genau so das erste Mal direkt meinen Crush auf dem Gang treffen, dass auch noch unter der Unterrichts Zeit. Freundlicherweise wies er mich dann lachend darauf hin und ging. nicht die beste Art das erste Mal mit seinem Schwarm zu sprechen. But was dich nicht umbringt macht dich stärker sagt man immer.
Schnell ziehe ich mir meine schlappen aus, sowie das übergroße Shirt von Dylan. Ziehe mir noch frische Unterwäsche an und dann einmal rein in die Jeans mit dem Shirt dazu passend oben drauf. Ich sehe mich im Spiegel an und fühle mich wirklich sehr wohl. Jetzt noch schnell die Haare kämmen und dann kann ich los. Wobei kurzer halt. Das mit dem Haare kämmen dauert immer etwas länger als vorherberechnet.
Gesagt getan, so schnell es ging war ich mit dem haare kämmen fertig, flitze runter und strahlte Dylan entgegen. "Ich bin dann mal weg."
"He warte, du weißt doch noch nicht mal wie und wo das Café ist", er lacht. Kommt auf mich zu und steckt sich seinen schon halb gegessenen Toast in den Mund den er bevor er zu mir gekommen ist aus dem Toaster genommen hat. Er kaut knuspernd darauf herum und schluckt alles runter. "Lass mich dich fahren, außerdem solltest du wenigstens auch einen Toast essen. Am Ende kippst du noch am ersten Tag gleich um. Wie würde das wohl kommen”
Sicher hat Dylan einfach nur wieder angst, dass mir etwas passieren könnte. Geschmeidig steckt er noch eine Scheibe Toast in den Toaster. Ich atme niedergeschlagen aus und sehe zu Seite. "Na wenn es sein muss"
"Mach nicht so ein Gesicht. Ich will nur wissen wo mein kleines Schwesterchen arbeiten wird und das es dir gut geht."
Ich blase meine Backen auf: "nenn mich nicht so, ich bin keine 7 Jahre mehr."
"Oh entschuldige miss ich-bin-schon-so-alt" man wieso lässt er sich auch bloß immer wieder was Neues einfallen, das nervt total.
"Jetzt komm endlich, ich willfahren."
"Beruhig dich", motzt er. Wirft mir den heißen fertig getoasteten Toast zu und grinst schelmisch. Schnappt sich seine Jacke und Schal. Zieht dann auch seine Schuhe an. "Du gehst nicht ohne einen Schal raus, Bridget!"
"Ach komm schon. Spiel nicht immer einen auf Mama", murmle ich, trotte dennoch hoch um mir einen zu holen. Komme nach wenigen Sekunden wieder die Treppe herunter mit dem schal in den Händen. Ich Wickel ihn mir um und sehen ihn an. "Zufrieden?" Er grinst selbstsicher und nickt. Ich verdrehe bloß wieder meine Augen und gehe raus zu Dylans wagen. heute bin ich aufgeregt wie schon lange nicht mehr.
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Mein Bruder blieb vor einem süßen kleinen Café namens Mooner's stehen. Es sah einladend und herzlich aus. Von drinnen kam ein warmes Licht heraus, als ich dann das Auto verließ, kam mir sofort der Duft von Keksen und Kaffee entgegen. Ich fühlte mich in null Komma nichts wie daheim. So schließ ich hinter mir die Autotür und ging auf den kleinen Laden zu. Sah kurz hinter mich um mich zu versichern das Dylan auch mitkommt. Danach trat ich ein, durch die kleine blaue Tür. Ein Glöckchen erklingt und eine süße Fraue stimme trällerte mir entgegen. "Willkommen im Mooner's. Fühlen sie sich wie Zuhause" sie lächelte über dem kleinen Tresen hervor, ihr lächeln war ehrlich, rein und so strahlend hell. Wie süß kann ein Mensch nur sein.
Etwas unsicher stand ich bloß dumm an der Tür herum bis Dylan hinter mir eintrat. "Na komm, geh schon hin. Sonst mache ich es und das wird peinlicher."
"Ok, ok ich geh schon. Halt dich aber bitte raus", murmle ich und gehe auf diese kleine frau zu. Ich denke sie ist gerade mal 19-20 Jahre alt. Älter definitiv nicht. "Hallo, ich bin Bridget. Bridget Hales, ich wollte mich für den Job hier bewerben", unsicher kaue ich auf meiner Unterlippe, während die frau mich mustert. Dann strahlt sie bis über beide Ohren.
"Hallo Bridget, ich darf dich doch duzen oder? Ich bin Katy, Katy Mooners. Schön, dass du dich für den Job hier interessierst. Wenn du möchtest kannst du morgen, den ersten Probetag anfangen."
"Schon morgen? Ginge das auch sicher in Ordnung?"
"Ja aber natürlich. Nenn mir doch nur noch schnell deine Größe, dann bekommst du die Arbeitskleidung von mir."
Ich lächelte jetzt auch total glücklich. so einfach und entspannt hätte ich mir das nicht vorgestellt. Normalerweise fragt man immer alles über den Lebenslauf etc. aus. oder denke ich da falsch, war das nicht so? "Vielen Dank, ich habe Größe S." Und schon verschwand sie hinten in einem kleinen Nebenraum. Kaum zu fassen, ich habe wohl bald einen neuen festen Job, wenn ich es nicht vermassele. Dann muss ich mich morgen gut anstrengen das ich den Job bekomme.
Katy kam wieder hervor, ging um die Theke herum und stellte sich vor mich. Sie reichte mir die süße uniform und danach ihre Hand. "Auf eine gute Zusammenarbeit. Ich hoffe du bleibst mir." Ich nahm ihre Hand und lächelte auch. "Ich hoffe auch", meinte ich fröhlich. Ja das Hoffe ich sehr. zuvor kam mir kein Mädchen so ehrlich und freundlich vor. Besonders nicht mir gegenüber.
