Kapitel 9 Der Kuss und die Warheit
-Noah-
Emma saß auf meinem Schoß wären wir uns küssten.
Der erste Kuss war schon traumhaft schön, aber der zweite übertraf alles. Er war intensiv und einfach nur schön.
Emma konnte so unfassbar gut küssen.
Aber ich wusste auch dieser Moment würde vorbei gehen und es war schon dunkel, Emma musste wahrscheinlich nach Hause.
Mitarbeiter lagen Emma und ich nebeneinander im Sand und schauten hinauf in den Sternenhimmel.
,,Emma?"
,,Mmm" antwortete sie leise
,,Musst du nicht nach Hause?"
,,Nein, meine Eltern sind arbeiten und Jack und Jason interessiert das eh nicht. Noah ich will nicht nach Hause."
,,Okay, wie du meinst, dann kommst du halt mit zu mir"
Emma nickte
Ich stand auf, packe Emma am Rücken und an den Kniekehlen und hob sie auf. Ich trug sie zu meinem Auto.
,,Noah lass mich jetzt runter, ich kann schon selber einsteigen"
Ich musste grinsen ließ sie dann aber runter, machte ihr die Türe auf. Emma stieg in mein Auto und hinter ihr machte ich die Türe wieder zu.
Wir fuhren zu mir nach Hause, bis mir einfiel das ich Emma mal mit Waffen sah, sie also schlecht zu uns nach Hause konnte.
Naja andererseits konnte ich einfach so tun, als hätte ich das nie gesehen.
Das ist wohl die beste Möglichkeit.
Wir fuhren also zu mir nach Hause.
Ich musste schmunzeln, als ich Emmas Blick sah, Emmas Villa war schon groß, aber unsere war nochmal ein anderes Level, mein Vater starb vor circa 5 Jahren und seitdem wohnte ich bei meiner Mutter und meinem Onkel. Mein Onkel ist ein Mafiaboss und daher ziemlich reich.
Ich öffnete Emma die Türe und sie trat in unsere Villa ein, sie konnte gar nicht mehr aufhören zu starren und mich amüsierte das. Emma war selbst ziemlich reich, sie hatte wahrscheinlich nicht erwartet, dass es noch jemanden gibt, der eine größere Villa hat als sie.
Ich zog Emma mit einer Hand an mich ran und mit der anderen führte ich ihr Kinn in meine Richtung, so dass sie mich anschauen musste.
,,Ist der Anblick, meines Hauses schöner, als der Anblick meiner Schönheit" neckte ich sie
Emma musste grinsen und küsste mich.
Ich hörte Schritte und löste mich von Emma, um zu sehen wer kam. Meine Mutter.
,,Hallo Noah" begrüßte sie mich mit einem strahlenden lächeln
Ich umarmte sie.
,,Wer ist denn dieses zauberhafte Mädchen, was du mitgebracht hast?"
Ich spürte Emmas Blick auf mir und versuchte sie zu retten also stellte ich Emma vor.
Nach der Vorstellungsrunde, die für alle, außer natürlich meiner Mutter, unangenehm war. Zog ich Emma mit nach oben in mein Zimmer, sie musste sich dringend was Wärmeres anziehen, sie wollte wahrscheinlich nichts sagen, aber ich merkte das sie fror.
Kein Wunder, sie trug nur ein dünnes Sportshirt und eine kurze Hose.
Emma legte sich auf mein Bett und ich suchte ihr meine kleinste Jogginghose und einen Pulli von mir aus.
Ich schmiss es auf sie und Emma fing an zu kichern.
,,Danke, aber könntest du dich bitte umdrehen"
,,Nö" antwortete ich mit einem Grinsen und legte mich neben sie aufs Bett.
Dann vielen mir wieder ihre Narben ein und wie sie sich für ihren Körper schämte.
Also drehte ich mich doch um
,,Nagut"
Sie musste lächeln
,,Danke"
und fing an sich umzuziehen
Irgendwann, als ich nichts mehr hörte drehte ich mich um und sah das Emma auf ihre Arme starrte.
Ich sah ebenfalls hin und sah die Narben
,,Noah" schrie Emma ,,dreh dich um. Sofort! Das.. das geht dich nichts an, du hast gesagt du guckst nicht" ihr kamen die tränen
Emma sprang auf und wollte aus meinen Zimmer rennen, ich war aber schneller und versperrte ihr den Weg
,,Es tut mir leid Emmi" ihr Spitzname rutschte mir einfach so raus, ich hatte ihn schon oft gehört, von ihren Freunden wurde sie ständig Emmi genannt.
,,Du musst dich dafür nicht schämen, es ist nichts schlimmes"
Ich nahm sie in den Arm und sie schmiegte sich ganz eng an mich
,,Tu ich auch nicht"
Jetzt verstand ich sie nicht mehr, sie schämte sich nicht für ihre Naben, wollte aber nicht, dass sie jemand sieht.
,,Was ist dann los?"
,,Sie erinnern mich an alles schreckliche. Ich möchte nicht nur sie verurteilt werden, verstehst du?"
Ich nickte
,,Sobald die Leute von meinen Narben wissen denken sie anders von mir, sie behandeln mich anders. Das möchte ich nicht, dann fühl ich mich krank und ich bin nicht mehr krank. Ja ich hatte Probleme und ja ich habe sie immer noch etwas, aber ich kann mit meiner Vergangenheit nicht abschließen, wenn mich deswegen jeder anders behandelt. Das kann und will ich nicht. Ich schäme mich nicht für meine Naben, ich kann nur noch über meine Vergangenheit mit dir sprechen zumindest noch nicht"
,,Das musst du auch nicht süße" ich nahm sie in den Arm.
Sie wollte noch nicht mit mir darüber reden, was damals passiert ist, das verstand ich. Wenn sie bereit dafür ist, werde ich für sie da sein und ihr zuhören. Und wer auch immer ihr das angetan hat, wird das bereuen, er wird sterben und ich werde die Person höchstpersönlich umbringen.
Emma fing an zu lächeln. Ich schaute sie fragend an
,,Mein Vergewaltiger ist Tod Noah, du musst keine Folterpläne schmiegen"
Konnte sie meine Gedanken lesen?
,,Woher.."
,,..Man erkennt es an deinem Blick" sie musste wieder grinsen
Also sah man mir meine Wut doch an. Ich war halt kein guter Schauspieler
,,Wer hat ihn umgebracht?"
Sie zögerte. Konnte sie mir das nicht erzählen?
,,Das kann ich dir nicht sagen. Noch nicht. Er lebt auf jeden fall nicht mehr. Keine Sorge"
-Emma-
,,Wer hat ihn umgebracht?" ich hatte ja Hoffnung, das Noah mir die Frage nicht stellte, aber er tat es
Ich überlege kurz. Sollte ich ihm sagen, dass ich meinen Onkel umgebracht habe? Nein! Nein, dann wüsste er, dass ich kein normaler Teenager bin, er könnte mit ein paar anderen Hinweisen, schnell erschließen, das ich zu einer Mafia gehöre und wenn das passiert... hätte ich ein Problem, ein ziemlich großen. Besonders mit meinem Vater. Der wäre alles andere als begeistert. Verständlich.
Also entschied ich mich, für die halbe Wahrheit
,,Das kann ich dir nicht sagen. Noch nicht. Er lebt auf jeden fall nicht mehr. Keine Sorge"
Was ich mich schon die ganze Zeit fragte, warum will Noah meinen Vergewaltiger umbringen, also kein normaler Mensch denk so. Er hasst ihn, okay das ist verständlich, man kann auch mal denken an liebsten würde ich ihn töten, aber das direkt erst meinen? Ist auch nicht so normal.
Naja ich bin ja auch nicht normal, also passt schon.
