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Kapitel 2

Ihre Augen flackerten unsicher, sie stellte sich unschuldig: „Ich habe es mir nur mal so übergeworfen ... Ich dachte, es wäre in Ordnung.“

In diesem Augenblick kam Axel herein.

Er sah, wie Irene hastig die Knöpfe des Hemdes aufmachte, und sein Gesicht verdüsterte sich sofort.

„Grace! Was soll das? Du machst sie ja ganz nervös! Siehst du denn nicht, dass sie schwanger ist?“

Ich lachte kurz und kalt auf: „Das sehe ich sehr wohl. Aber was ich noch deutlicher sehe, ist, dass sie hier in meiner Küche steht, in deinem intimsten Hemd, und sich Kaffee brüht.“

„Es ist nur ein verdammtes Hemd!“ Axel griff nach meinem Arm, versuchte, mich zu besänftigen. „Kannst du nicht einen Moment vernünftig sein? Sie ist schwanger und emotional sehr angegriffen. Du könntest etwas Nachsicht zeigen.“

„Vernünftig?“ Ich schüttelte seine Hand ab, meine Stimme scharf wie geschliffener Stahl. „Axel, als du letzte Nacht um Mitternacht in ihr Zimmer geschlichen bist, um sie in den Schlaf zu singen und bis zum Morgengrauen zu trösten - wo war da deine Vernunft? Du bist nicht ihr Mann.“

Die Luft im Raum schien plötzlich zu gefrieren.

Irenes Augen füllten sich mit Tränen, sie legte ihre Hand bittend auf Axels Arm und flüsterte zittrig: „Es ist alles meine Schuld. Ich hätte dich nicht in diese schwierige Lage bringen dürfen ...“

Tränen perlten ihr über die Wange, als wäre sie hier die Gepeinigte.

Axel schirmte sie sofort mit seinem Körper vor mir ab und funkelte mich über ihre Schulter hinweg an: „Siehst du, was du angerichtet hast!“

„Ich tue das alles nur meines Bruders wegen! Sie war seine Frau, und das ist sein Kind!“

Vom ersten Tag ihres Einzugs an hatte Axel diese Leier abgespielt, um sein Verhalten zu rechtfertigen.

Als ob das Etikett der „Verantwortung“ alles rechtfertigen und mich zum stillen Hinnehmen verpflichten würde.

Ich starrte auf diese Szene, und es fühlte sich an, als würde sich in meiner Brust etwas für immer zerreißen.

Jahrelange Geduld und Kompromisse zersprangen in diesem Augenblick.

Meine Stimme klang eisig: „Dann erfülle mal schön deine Verantwortung. Ich lasse mich scheiden.“

Axel starrte mich einen Moment sprachlos an, dann brach ein hässliches, hohles Lachen aus ihm heraus: „Scheiden lassen? Hör auf, Theater zu spielen. Was willst du denn? Ein neues Auto? Schmuck? Eine Handtasche von der neuesten Limited Edition? Sag es mir! Ich besorge es dir!“

Irene keuchte auf, ließ Tränen in ihren Augen kreisen: „Bitte streitet nicht seinetwegen ... Ich gehe ... Es ist alles meine Schuld ...“

Sie wich zurück, verletzt wie ein gejagtes Tier.

Genau wie erwartet, packte Axel sie sofort am Arm, sein Blick voller unverhohlener Sorge: „Du redest Unsinn. Du gehst nirgendwohin.“

Ich hielt es nicht mehr aus. Der Sprung in meinem Herzen wurde zum klaffenden Abgrund.

„Wenn sie nicht geht, dann gehe ich.“

Meine Worte fielen kalt und endgültig.

„Ich lasse die Papiere vorbereiten. Vermögensaufteilung, Hausbesitz ...“ Ich hielt einen Moment inne, meine Stimme war scharf genug, um Stahl zu zerschneiden, „... du solltest nicht vergessen, dass die Finanzierung von Franklin Entertainment schon immer an die James-Familie gebunden war. Ich werde nicht der Verlierer sein.“

Axels Gesichtsfarbe wich blitzschnell, er stieß mit zusammengebissenen Zähnen hervor: „Grace! Hör sofort auf mit diesem Wahnsinn! Scheidung? Das kommt nicht in Frage!“

Ich sah ihm direkt in die Augen, als verkündete ich ein letztes Urteil:

„Das ist keine Bitte, Axel. Das ist eine Feststellung.“

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