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Kapitel 4

“was, wo bin ich. warum sind meine hände verbunden. wisperten meine Lippen leichtfertig diese worte, als ich realisierte, in welcher Situation ich mich befand. Schnell schaute ich an mir herunter. Ich trug ein riesiges Shirt und nur noch meinen Slip. Oh mein Satan, er hat mich ausgezogen. Ausgezogen bis auf meinen Slip. Was wenn er...

Nervös unterdrückte ich ein gefühl von übelkeit, ich wollte, dass er mit mir schläft, wenn ich vollen Bewusstseins bin. Aber anscheinend naja, eindeutig ist es nicht, aber er hat dennoch mit mir Dinge machen können, Dinge, die ich jetzt nicht mehr wüsste. Besonders die gefesselten gelenke, machen meine vermutungen nicht zu friede freude eierkuchen. Dieser Mann vor mir kann noch schlimmer sein als ich überhaupt erahne. „Beruhige dich Bridget. Du kannst dich nicht erinnern, was passiert ist. Hör lieber auf den Teufel sofort an die Wand zu malen!", meine innere Stimme hat recht. Ich klatsche mir schnell gegen die Wangen.

„Babe, du bist bei mir zu Hause, atme doch erstmal tief durch".

Interessante Erkenntnis. Aber das habe ich mir bereits gedacht, das ich bei ihm zu hause wäre. „Und warum um alles in der Welt bin ich hier? Ich kenne ja nicht mal deinen Namen", ICh musste wirklich versuchen, ruhig zu bleiben um nicht völlig am rad zu drehen. In der Dunkelheit des Zimmers kam ein Gefühl von Beunruhigung mit, die meine übelkeit nur noch kehr unterstrich, das es mir fast hoch kommt. Auch in meinem Ton konnte man hören, wie sich die Stimme überschlug. Es erinnerte mich an früher.

„Das hat dich aber nicht davon abgehalten, mir einen zu blasen, Babe", er lachte rau. „Das ist doch sowas von gelogen. Wenn wir nur das gemacht haben, wofür bin ich dann gefesselt?", stöhne ich empört auf. Meine schmalen Finger fahren über das abgenutzte und kratzige materiell des seils. Ich weiß nicht mal; ob er mich sehen kann. “kannst du mich dann endlich mal von diesen befreien, oder muss ich noch lange warten. Ich hatte ihm also einen Geblasen. Warum weiß ich davon nichts, warum zum Teufel blieb er dabei auch noch so ruhig. An der ganzen Sache stimmte etwas nicht. Egal wie viel ich getrunken haben muss. Bei mir blieb es immer beim Sex, einen Blow Job so zu vergeben. Dann noch meinen allerersten war absurd.

„Was wenn er dich gezwungen hat?", rüttelte mich die innere Stimme wach. Mein Kopf fing an zu Pochen. Ein dominanter Schmerz durchzog, angefangen an meiner Stirn, verteilt und einnehmend meinen ganzen Kopf. Ruckartig zucken meine Hände, sie wollen zu meinem Haaransatz schnellen, was leider nicht funktioniert. Meine Finger Krallen sich tiefer hinein in das Seil um zu versuchen, den Schmerz in den Griff zu bekommen. Wortwörtlich.

„Was hat du?", fragte er ruhig und ließ sich keinerlei Besorgnis anmerken. So ein Typ war er nicht, das habe ich vorher gewusst. Genauso wie er die bitte ignorierte mich los zu machen.

"Mein...Kopf..."

Er wusste scheinbar, wie sich meine Situation anfühlte. Nach meinen erbärmlich gewimmerten Worten, stieß er sich vom Bett auf, und ging zur Türe hinaus. Hinterher schloss sie sich wieder klickend, ruhe kehrte ein. Das Laken raschelte und nachdem er sich erhoben hatte, knisterte es nur noch leise bis es aufhörte.

Mir jetzt nicht noch mehr den Kopf zerbrechend, ließ ich Ihn machen. Hinterherrufen wäre nicht gegangen. Warum nicht? Sein Name war mir immer noch vorbehalten. Darüber hinaus war es vielleicht besser. Die Stille im Raum beruhigte mein Herz. Ließ die Schmerzen abklingen und auch die Nervosität verblassen. Ich stieß einen verzweifelten Seufzer los. Ohne sich viel Zeit gelassen zu haben kam er mit einem Glas voll Wasser und einer Tablette wieder. Ohne Mühe schloss sein nackter Fuß die Türe. Nur ein kleiner Schubser, dann klackte sie im Rahmen ein.

"Nimm das. Du hast Gestern Abend viel zu viel Getrunken."

Tschak und seine Finger fuhren über den Schalter der schmalen Nachttischlampe. Spärlich beleuchtete sie einen kleinen Teil des Zimmers. Sein freier Oberkörper ließ alle Muskeln erblicken. Die Linien, die braune Haut. Auch Tattoos dachte ich zu erkennen. Sicher machte dieser Körper viel Arbeit.

Habe ich wirklich so viel getrunken, wie er sagt. Normal halte ich mich immer gut zurück, da ich meine One - Night - Stands mitbekommen möchte. „An was denkst du?", er schnippt ein paar mal vor meinen Augen herum, so dass er mich aus meinen Gedanken reißt.

„Entschuldige. Ich dachte an Gestern", mir stieg eine unerklärliche Scham ins Gesicht, er hatte sie gesehen, denn sein Grinsen war breiter als das Bett! Seine breite Hand umschlag das schmal wirkende Glas. Der Mann vor mir stellte kurz alles ab, ehe er mich losbindet. danach streckte er mir alles entgegen und so zog ich es zu mir. Vorsichtshalber schlang ich beide meiner Hände darum und sicherte, so dass es nicht herabfallen könnte. Die Tablette reichte er hinterher. Heruntergeschluckt, hängte sein Blick noch immer auf mir. Was er wohl gerade dachte. Ich stellte das Glas weg und wie als hätte ich einen Schalter betätigt, trat er auf mich zu. Er schien mir gar nicht mehr so fremd. Wüsste ich doch nur seinen Namen!

„Wollen wir da weitermachen wo wir Gestern aufgehört hatten?". Seine Augen schienen sich zu verdunkeln. Das helle blau fast weiß brach und der Ozean wurde befreit. Ein Tiefer und wilder Ozean voller gefahren. Ich schluckte. Ein Mann mit Leidenschaft und Erotik im Blick.

„Ich weiß doch gar nichts von Gestern".

Mehr als leises Gemurmel brachte ich bei seinen Augen nicht hervor.

„Wir können auch gerne nochmal von vorne anfangen, deine Lippen leisten Meisterhafte Arbeit"

Oh Satan... ich sterbe. Es ist...

Ich sehe kurz auf die Uhr, an ihm vorbei zum Nachttisch, fucking 8:24 und er macht mich total scharf. Jetzt schon. Wie wäre es dann Gestern Abend gewesen? Oder eher gesagt, wie war es dann Gestern Abend erst.

„Oder stehst du nicht auf Morgensex Babe?", Wisperte er, ohne mich aus den Augen zu lassen, entgegen. Um ehrlich zu sein hatte ich es noch nie in der Früh. Es wäre also seit langem wieder mal ein „erstes Mal", für mich.

„Morgens hatte ich es noch nie", ich zuckte gleichgültig mit meinen Schultern. Wirklich Interesse daran nenne ich das nicht. Normalerweise kommt es am Morgen nicht mehr vor das ich meinen einmaligen Spaß wiedersehe. Entweder gehe ich mitten in der Nacht, oder der andere Teil.

„Hättest du Lust?".

Ich überlegte nicht lange, ich tat nur so. Wie konnte ich ihn denn ausschlagen. Schließlich hätte ich nach meinem Abgang nicht mehr daran gedacht, dass ich heute Morgen neben ihm aufwache. Ja das ist das einzige, das ich nich vergessen habe. Alkohol ist nicht immer nett zum Gedächtnis. Doch wenn man sich erinnern darf, nur an die schlechten Szenen.

„Ich weiß nicht. Überzeug mich davon, dass es sich Lohnt", ein provokantes Lächeln beschlich meine Lippen.

„Liebend gerne", hauchte er mir entgegen, als er auf mich zukommt, seine schweren Schritte wurden angenehm vom Teppich gedämpft. Entschlossen blieben unsere Blicke aneinander haften. Seine Brust hob und senkte sich langsam. Mit seinen nackten Füßen kam er vor mir auf der Bettseite zum Stehen. Eine Hand legte sich auf meine Schulter. Die rauen kuppen strichen langsam, sehr langsam und genussvoll über meine Haut. Liebkosten meinen Arm herunter. Ohne Kontrolle begannen meine Hände nun auch auf seine Haut zu prallen. Ich lockerte mich. Seine Hände führten und mein Rücken legte sich zurück auf das Bettlaken. Hinterherziehen schob er mit den Knien meine Schenkel nacheinander auseinander. Hatte freien Blick auf meinen Slip. Ein Schauer jagte durch mich hindurch, als die breiten Hände unter das Shirt fuhren und meine Tailie streichelten. Sie glitten über die blasse Haut, die unter der Berührung zu erwachen, sensibel zu werden schien. Jeder dieser wohltuenden Bewegungen löste etwas von der Erschöpfung gestern Abend und wich schließlich einem Anflug an Erregung. Durch den Stoff seiner Shorts spürte ich, dass auch sein bestes Stück wuchs. So glitten Seine Hände etwas tiefer, unter meinen Bund des Slips und zu meinen Hintern. Seine massierenden Bewegungen schickten wohlige Schauer durch meinen Unterleib, und jedes Mal, wenn seine Finger etwas weiter nach unten glitten, den Ansatz meiner Oberschenkel berührten und sich meinen Scharmlippen näherten, durchfuhr es mich wie ein winziger Stromstoß. Bald hatte er mich an jeder Stelle berührt, die er unter den Stoff der Hose erreichen konnte, nur nicht dort, wo ich es am meistens wollte. Meine Lippen. Nass und geöffnet, bereit für Ihn.

Die empfindliche Haut schien überreizt von dem verlangen, auch zum Kribbeln gebracht zu werden, ebenfalls seine Finger zu spüren. Ich fixierte ihn mit einem vielsagenden Blick. Dieser gleitet auf und ab, hin und her zwischen seinen Lippen und seinen Augen. Ich flehte mit jeder Faser meines Körpers danach ihn zu spüren. Das Verlangen danach, dass er mit mir schlief und ich hatte verdient, dass er mir das gleiche Vergnügen schenkte wie ich ihm gestern Nacht. Selbst wenn ich mich nicht mehr daran erinnerte, er tat es.

Anscheinend hat er jetzt endlich meinen Blick bemerkt. Er war nicht mehr in meinen Körper vertieft. Leckte sich über seine schönen schmalen Lippen die er kurzer Hand ohne zu zögern auf meine presste. Es fühlte sich an als explodierte mein Unterleib, tausende elektrische Ströme durchfuhren mich. Ich konnte nicht anders als meine Augen zu schließen und gierig zu erwidern.

Ohne Vorwarnung ertönte schrill die Klingel der Haustüre, es riss uns beide aus dem Kontext. Wachgerüttelt, zurück in die Realität geholt. Verdammt wie konnte ich hier nur nüchtern mit einem Kerl rummachen!

In der ganzen Zeit, die ich nur meinen Kopf frei kriegen wollte, war es nie in meinem Sinn bei einem einfachen Bettgefährten auf zu wachen. Geschweige denn, ohne Einfluss von Alkohol oder anderen Rauschmitteln, noch einmal was von dem anderen Geschlecht zu wollen. Besonders am selben Tag.

Wir lösten uns voneinander und er grinste, leckte sich die Lippen. „Sorry Babe, bin gleich wieder da", seine Stimme war ruppig, tief. Er war wohl selber aus einer Art Trance gerissen worden.

Wie auch immer. Schnell zog ich mich um und nutzte meine Chance. Nicht gerade das schönste in ein Kleid reinschlüpfen das nach Schweiß, Alkohol und Rauch roch. Doch was hatte ich für eine Wahl. Ich nahm alle meine Sachen und lief schnell neben Ihn aus der Tür raus. „Danke für alles Mr. Unbekannt", rief ich noch, wo ich schon schon halb verschwunden war. Nicht wartend auf seine Reaktion, seinen dummen Blick oder sonst irgendetwas von Ihm.

Auf meinem Bett sitzend und an die Wand starrend war mir wie üblich langweilig. Ich hatte nichts zu tun, keine Idee im Kopf was ich hätte tun sollen. Schließlich ist heute erst Samstag Morgen und bis zum Abend dauert es noch eine halbe Ewigkeit. Ich hasse es alleine zu sein, dass diese leere mich erreichen kann.

An diesen Tagen denke ich wieder an meine Vergangenheit, diese Vergangenheit wo von neuem meine inneren Narben beginnen aufzureißen. Bilder von damals strömen in meine Gedanken. Sie ziehen vorbei und zeigen mir all das was ich durchgemacht habe. Immer wieder möchte ich vermeiden, mich selbst zu fragen wofür ich existiere.

Nun dann beginne ich mal woanders. Nach dem Unfall meiner Eltern nahm mich mein Bruder Dylan auf. Durch stress und Probleme mit seiner Firma, kontaktierte er meine Tante. Sie wohnt nur eine Stunde entfernt, lebt alleine und Platz genug besitzt Sie auch. Mich bei sich zu behalten stellte sich für Sie schwieriger dar als es eigentlich war. So machte meine Tante sich schlau, ließ Beziehungen spielen und brachte das Kunststipendium ein. Richtig dazu gezwungen hat sie mich nicht. Nur jeden Tag damit anzukommen und zu fragen wann ich mich denn jetzt entscheide, ließ mich einknicken und nachgeben.

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