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Kapitel 7

Für Demian ist es unverständlich mit welcher Brutalität diese Männer das Geld eintreiben, Deswegen hält er sich eher im Hintergrund. Demian meldet sich jeden Tag bei Kommissar Brevier um ihn auf den neuesten Stand zu bringen. Über drei Monate ziehen die Eintreiber diese Masche ab, doch bei einem Klienten trieben es die beiden Serben zu weit, dass dieser an den Folgen der Misshandlung sterben musste. Da es nach diesem Vorfall ziemlich heiß für Sasa Krotnič wurde, schließt er seinen Laden und taucht wie schon öfters zuvor in die Versenkung unter. Seine beiden Handlanger ließ er zurück und sie mussten sich für gefährliche Körperverletzung, Mord und Erpressung verantworten. Durch die Aussage von Demian und einigen Geschädigten, die nach langen hin und her endlich geredet haben, zu einer Gefängnisstrafe von 10 Jahren verurteilt. Demian wurde als Vorwand damit seine Tarnung nicht auffliegt wegen Mittäterschaft zu einer Bewährungsstrafe verurteilt. Nach diesem Urteil kann Demian trotzdem noch in seiner realen Firma arbeiten. Der erste Arbeitstag nach einer längeren Pause ist für Demian wieder angebrochen. Nachdem sein Wecker geläutet hat, krabbelt er aus dem Bett und verlässt das Zimmer, wo er verträumt über ein Paar Schuhe stolpert. Er konnte sich gerade noch an der Kommode abstützen um nicht hin zu fallen.

„Cherrie!“

sagt er laut und ein Kopf erscheint in der Badezimmertür.

„Was ist?“

„Wie oft habe ich dir schon gesagt, du sollst deine Sachen nicht mitten im Zimmer liegen lassen.“

„Oft!“

„Na dann räum sie endlich mal weg.“

Cherrie kommt in einen Handtuch gewickelt heraus und räumt die Schuhe in die Kommode.

„Schwesterchen wie lange brauchst du noch im Bad, ich muss in die Arbeit.“

„Bin gleich fertig.“

sagt sie und verschwindet wieder im Bad. Während er wartet um endlich duschen zu können richtet er sich einen Kaffee und blättert in der Zeitung, die seine Schwester mit herein genommen hat. Nach 10 Minuten ruft seine Schwester, dass er ins Bad kann. Endlich denkt er sich und stellt sich unter die Dusche. Danach zieht er sich an und macht sich auf den Weg zur Arbeit. Nach einer halben Stunde kommt er auf das Gelände, er geht an seinen Arbeitskollegen vorbei und einer meint:

„Hey Demian, wo warst du so lange?“

„War privat verhindert, doch jetzt bin ich wieder da?“

„Super!“

sagt er und widmet sich wieder den anderen Kollegen. Demian geht hinein um sich umzuziehen, als er aus der Umkleide kommt stößt er mit Alica zusammen.

„Hallo Demian, bist du wieder hier.“

„Ja.“

meint er und grinst.

„Wo warst du die letzte Zeit. Kannst uns doch nicht einfach im Stich lassen.“

„Sorry, hatte private Gründe. Doch jetzt bin ich wieder da.“

„Gut, dann kannst du wieder anpacken, du bist ab heute wieder bei uns.“

„Cool!“

Die beiden holen sich einen Kaffee, gehen nach draußen wo Alica eine raucht und er sich mit den anderen Frauen unterhält. Alica und Demian arbeiten die meiste Zeit zusammen und es entwickelt sich bei den beiden nach einiger Zeit aus dem Arbeitsverhältnis eine Freundschaft. Die für viele der Kollegen aussieht, als wären die beide ein Paar. Weil es keiner verstehen kann, das ein Mann und eine Frau einfach nur Freunde sein können. Demian sitzt an einen Freitag mit seinen Kumpels in der kleinen Bar und trinkt ein Bier. Doch zum spaßen ist ihn nicht zu Mute, er muss immer an Alica denken. Den sie hat ihn den Kopf verdreht, den für ihn ist diese Beziehung mehr als Freundschaft. Er hat sich in sie verliebt, denn sie ist eine super Frau.

„Man Demian, so wie du im letzten Monat drauf bist, kann man dich für nichts gebrauchen. Diese Frau macht aus dir eine richtige Spaßbremse.“

„Sorry Dusty. Es ist halt nicht einfach, wenn man eine Frau liebt, die nur eine Freundschaft will.“

„Dann mach was dagegen, beichte ihr deine Gefühle.“

„Ja. Doch wenn sie diese nicht erwidern kann, tut es nur weh.“

„So weißt du jedoch woran du bei ihr bist.“

„Du hast Recht.“

sagt Demian, trinkt mit den Jungs noch ein paar Bierchen und sehen das Fußballspiel im Fernsehen an. Um Mitternacht macht er sich mit dem Taxi auf den Weg nach Hause. Er betritt seine Wohnung und hört Geräusche aus dem Zimmer seiner Schwester. Er schüttelt den Kopf und geht nach hinten in sein Schlafzimmer, wo er sich auszieht und sich ins Bett legt. Doch wirklich schlafen kann er nicht, da sich in seinen Kopf alle mögliche Szenarien abspielen, wie er Alica seine Gefühle gestehen soll. Am nächsten Morgen wird er munter, geht in die Küche, wo seine kleine Schwester beim Tisch sitzt und frühstückt.

„Guten Morgen, Brüderchen.“

„Ja Morgen.“ sagt er nimmt sich einen Kaffee und setzt sich zu ihr.

„Wann bist du gestern nach Hause gekommen, habe dich gar nicht gehört.“

„Ja, weil du anderweitig beschäftigt warst. Hoffe du hattest Spaß dabei.“

„Upps. Hast du uns gehört?“

„Jup!“

„Sorry Demian.“

sagt Cherrie und streichelt seine Hand.

„Schon gut.“

sagt Demian, stellt seine Tasse zurück in die Küche und stellt sich unter die Dusche. Als er wieder aus dem Bad geht, kommt Cherrie in ihrer Uniform und den Koffer aus ihrem Zimmer.

„Oh, bist du schon wieder auf den Flug. Wohin geht es diesmal?“

„New York!“

„Cool, irgendwann nimmst mich mit, da will ich schon länger hin.“

„Mal sehen. Brüderchen.“

sagt sie, gibt ihn ein Küsschen auf die Wange und sie verlässt die Wohnung. Demian räumt den Saustall von seiner Schwester auf und geht dann einkaufen. Genau als er mit den Tüten durch die Türe zurück in die Wohnung, als sein Handy vibriert. Er stellt die Tüten in die Küche und hebt ab. Am anderen Ende der Leitung ist Kommissar Brevier, der fragt wie es ihm so geht.

„Soweit gut, aber was wollen sie von mir. Habe ich ihnen nicht ausdrücklich gesagt, sie sollen mich nach den Job in Ruhe lassen.“

„Ja, das haben sie. Ich wollte einfach nur wissen, ob bei ihnen alles passt.“

„Das wissen sie jetzt und Tschüss.“

sagt Demian, legt auf und widmet sich seinen Tüten. Nachdem er diese weggeräumt hat, kocht er ein leckeres Essen. Er packt alles was er braucht zusammen und fährt zu der Hütte seines Kumpels am See, wo er alles schön für sich und Alica herrichtet. Nachdem er fertig ist schreibt er ihr eine SMS und bittet sie um 18 Uhr zum Parkplatz.

Alica sitzt gerade bei Naomi zum Essen als ihr Handy vibriert. Eine SMS.

„Haben wir einen heimlichen Verehrer?“

sagt Brian und sieht sie verblüfft an.

„Wer weiß, wer weiß.“

diese Antwort passt dem Mann ihrer besten Freundin gar nicht. Alica liest grinsend ihre Nachricht und meint dann:

„Macht es euch was auch, wenn ich nach dem Essen gehe. Ich habe noch was vor.“

„Nein, Süße. Geh ruhig.“

„Danke!“

sagt sie und isst auf.

„Wo gehst du hin?“

fragt Grace und Brian meint:

„Tante Alica hat noch eine Verabredung.“

und die Kleine lacht. Nach dem Essen begleitet Brian sie hinaus, während Naomi die Kinder fertig macht.

„Das passt mir überhaupt nicht.“

sagt er und sieht sie an.

„Brian, das Thema hatten wir schon. Jeder von uns hat ein eigenes Leben und kein WIR.“

sagt sie, geht die Treppen hinunter. Brian sieht ihr traurig hinterher.

Sie bemerkt es als sie ins Auto steigt.

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