Kapitel 6
Am Morgen wird sie von ihrer Tochter geweckt, die auf dem Bett rum springt.
„Zoe, muss das sein.“
„Ja Mama. Aufstehen.“
sagt die Kleine und setzt sich neben sie aufs Bett.
„Na gut Mäuschen.“
sagt Alica, steht auf und geht ins Bad. Sie duscht sich schnell, richtet ihrem Kinder Frühstück und macht sie fertig.
„Gehen wir heute zu Naomi?“
fragt Noel und Alica nickt. So schnell kann sie gar nicht schauen, wie er seinen Rucksack mit Badeklamotten packt.
„Das habe ich mir gedacht, der Swimmingpool.“
„Ja Mama, der ist Cool.“
sagt er und sucht die Badesachen von Zoe zusammen.
„Wo sind die Schwimmflügel, Mama.“
„In deinen Kasten auf der rechten Seite.“
Der kleine Mann stürmt ins Zimmer und haut sich den Fuß an.
„Aua!“
„Selbst schuld, langsamer geht es auch.“
Noel lacht und nach fünf Minuten steht er fix und fertig angezogen da.
„Jetzt komm schon Mama.“
sagt er ungeduldig.
„Noel, ich bin kein Schnellzug und der Pool läuft nicht davon.“
Nach einer viertel Stunde sind sie bei Naomi angekommen und gehen durch die Hintertür in den Garten. Auf der Terrasse sitzt Brian und sieht seinen Kindern zu die im Garten spielen. Er begrüßt Alica und bietet ihr einen Kaffee an.
„Ja, bitte das ist lieb.“
„Du siehst aus als hättest du ihn verdient.“
sagt er mit einem Grinsen.
„Ja!“
sagt sie und nimmt einen Schluck.
„Na wann ist deine Perle nach Hause gekommen.“ „Ich sag mal so um 4 Uhr, Stockbesoffen. Die pennt noch oben im Gästezimmer.“
„Ach so! Ich hab gehört du warst bei der Polizei.“
„Ja, hätte ich das mal nicht gemacht. Hätte ich nicht auf dich gehört.“
„Wieso, ist ja super, dass du dich getraut hast.“
„Nein ist nicht super!“
sagt er und hebt sein Shirt hoch. Alica muss schlucken, als sie die Brandnarben auf seinen Bauch sieht.
„Scheiße! Wann haben sie das gemacht?“
„Sie haben mich am Freitag nach der Arbeit aufgelauert und mich in eine Hütte gebracht, auf einen Stuhl gebunden und den Rest siehst du ja.“
„Warst du wieder bei der Polizei?“
„Nein, die haben mir gedroht, wenn ich nochmal hingehe. Tun sie meiner Familie etwas. Alica ich will nicht das meinen Kindern und meiner Frau was geschieht.“
sagt er und bekommt Tränen in den Augen. Alica sieht es steht auf und legt ihre Hände von hinten um ihn.
„Brian, es wird alles wieder gut.“
Die beiden bemerken nicht das Naomi in der Tür steht und erschrecken als sie meint:
„Ach so ist das du falsche Schlange. Machst dich an meinen Mann ran.“
Alica dreht sich um und meint sauer:
„Ich mach mich nicht an deinen Mann ran, er ist einfach ein guter Bekannter, den ich bei dieser Scheiße die gerade läuft begleite, den seine eigene Frau interessiert das Ganze nicht, den bei ihr gehen Partys vor.“
„Halt deine Schnauze, du Hure. Na wie oft wart ihr schon in der Kiste?“
„Gar nicht.“
sagen Alica und Brian zu gleich.
„Das könnt ihr jemanden anders erzählen. Na, Alica willst du mich als schlechte Mutter herstellen und dir meine Kinder, meinen Mann und meine Wohnung untern Nagel reißen.“
„Weißt du was, Naomi. Ich sag es nur einmal. Ich will deine Kinder, deinen Mann und deine Wohnung gar nicht. Aber denk was du willst.“
sagt sie, steht auf und geht hinunter zu den Kindern. Sie erwischt alle fünf und geht mit ihnen hinter zum Pool, denn sie müssen das alles nicht mitbekommen. Naomi dreht komplett durch und beschimpft ihren Mann zu tiefst, nur keinen Menschen. Bei ihr handelt jedes zweite Wort von Geld, dass ihr wichtiger ist als ihre Familie. Nach zehn Minuten geht sie wieder hinein und Brian sitzt alleine auf der Terrasse. Seine Zwillinge laufen zu ihm hin und nehmen ihn in den Arm. Er kann dadurch wieder lachen. Alica ist sauer und geht zu Naomi hinein, die gerade mit Denise telefoniert und vom vorigen Abend schwärmt. Ihr kocht es über und sie reißt ihrer besten Freundin das Handy aus der Hand und legt auf.
„Hey was soll denn das?“
„Ich muss mit die reden.“
„Ich mit dir nicht, hast du keine eigenen Probleme.“
„Hab ich schon aber deine kotzen mich an. Sag einmal hast du keinen Verstand mehr, hast du dir ihn komplett weg gesoffen. Du hast da draußen drei wundervolle Kinder, die dich lieben und dich brauchen. Was machst du, lässt sie alleine um Party machen zu gehen.“
„Ach komm, die sind alt genug ein paar Stunden alleine zu sein.“
„Alt, genug. Hörst du dich überhaupt selber reden. Grace ist neun Jahre und die Zwillinge drei Jahre, das nennst du alt genug.“
„Was den in dem Alter wie Grace habe ich auch auf meine Geschwister aufgepasst, weil meine Mutter keine Zeit hatte.“
„Das ist was anderes. Deine Mutter musste Arbeiten, um euch zu ernähren. Du hast einen super Mann der mit allen Mitteln versucht euch zu ernähren. Da du dein verdientes Geld lieber für Partys ausgibst. Dir ist es egal, wo er das Geld her bekommt, vom Arbeiten oder von irgendeinem Kredithai. Denk nicht an die Vergangenheit, denk an das hier und jetzt.“
sagt Alica, steht auf, geht nach draußen und lässt Naomi sitzen. Die sich den ganzen Tag nicht einmal draußen blicken lässt. Während die Kinder im Garten toben, relaxen Alica und Brian mit Cocktails in den Sonnenliegen. Was seine Frau vom Fenster aus beobachtet und innerlich kocht.
Die Monate vergehen und der Herbst zieht übers Land. Naomi hat es eingesehen, dass sie mit ihrem Partyleben, die Familie und ihre Freundschaft zu Alica gefährdet hat. Sie hat den Kontakt zu Denise abgebrochen und ist für ihre Familie da. Wenn sie einmal Lust auf Party hat, geht sie mit Alica zusammen weg. In dieser Zeit schaut ihr Mann auf die Kinder.
