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Kapitel 3

Doch an diesen Freitag geschieht etwas, das ihn zum Nachdenken gibt. Auch für Alica wird dieser Tag nicht wie jeder andere in ihrem Leben. Sie liefert ihre Kinder bei deren Vater ab, der sie alle vierzehn Tage hat und macht sich danach auf zu ihrer Freundin Naomi, um sich für ihren Ausgehabend fertig zu machen. So gegen 18 Uhr kommt sie bei ihr an. Die drei Freundinnen sitzen in der Küche, trinken einen Sekt während die drei Kinder von Naomi in ihrem Zimmer spielen und der Mann ihrer Freundin hockt im Wohnzimmer vor den Fernsehern. Die drei Frauen wissen zu diesem Zeitpunkt noch nicht, was sie erwartet.

Am Abend machen sich Demian und seine Geldeintreiber Kollegen auf dem Weg zu einem Wohnhaus in einem besseren Viertel der Stadt auf. Demian und Medič stehen vor der Türe, während der andere etwas abseits steht. Sie läuten an. Während dessen fragt in der Küche der Wohnung Naomi ihre Freundinnen ob diese noch jemanden erwarten. Alica und Denise schütteln den Kopf und sie geht an die Türe um sie zu öffnen.

Ja, bitte?“

fragt Naomi erschrocken, als sie die Kolosse sieht. Beide Männer sind breit gebaut und haben Muskeln wie Bodybuilder.

„Ist Brian hier?“

fragt Medič und die Frau fragt:

„Was wollen sie?“

„Wir sind hier, weil unser Chef sein Geld zurück haben will.“

sagt Demian und der andere drückt die Türe auf.

„Welches Geld und mein Mann ist nicht da.“

„Davon würden wir uns gerne selber überzeugen.“

sagt Medič und Demian erwischt die Frau an den Armen und drückt sie von der Türe weg. Brekič kommt um die Ecke und geht sowie der andere hinein. Die Frau will schreien, doch Demian hält ihr den Mund zu und er verfrachtet sie zu den anderen Frauen in die Küche.

„Haltet euer Maul!“

sagt er zu ihnen. Demian erkennt die Frau, die er in der Firma gesehen hat. Auch Alica reißt einmal die Augen auf, als sie Demian sieht. Er bleibt bei den Frauen und die beiden anderen zwei gehen nach hinten ins Wohnzimmer.

„Ich will nach meinen Kindern sehen.“

fragt einer der Frauen und Demian nickt, zeigt auf die zweite und meint:

„Sie soll mitgehen, schaut das sie nicht schreien. Es wird gleich vorbei sein. Eure Handys lasst ihr hier.“

Die beiden befolgen, aus Angst, seine Anweisungen und legen ihre Telefone auf den Tisch und gehen ins danebengelegene Kinderzimmer. Er schließt die Türe der Küche hinter ihnen und setzt sich neben Alica auf die Bank. Diese rückt von ihm weg, da sie Angst hat und der Typ nach Alkohol stinkt.

„Na meine Süße. Du brauchst keine Angst haben, dir passiert nichts.“

sagt Demian und legt seinen Arm auf ihre Oberschenkel.

„Nimm deine Pfoten von mir weg.“

sagt sie und reißt die Hand weg. „Na sowas. So eine bist du. Zuerst annähern und dann abblocken.“

„Wann habe ich mich ihnen wohl angenähert. Das in der Firma war ein versehen.“

„Jaja, versehen. Das sagen sie alle.“

sagt er, legt seine Hand um sie und zieht sie zu sich. Die Frau wehrt sich und Gott sei Dank werden sie von den anderen zwei gestört, die in der Türe stehen.

„Los Demian, gehen wir.“

sagt der eine, er steht auf und meint zu ihr:

„Wir sehen uns noch.“

beugt sich vor und gibt ihr einen Kuss auf die Wange, dann verlässt er mit den anderen die Wohnung. Vor dem Haus bleibt er kurz stehen und sieht noch einmal zurück zu den Fenstern, in der Hoffnung die Frau sieht ihnen nach. Doch da war keiner und er steigt ins Auto.

Während Demian und die anderen zum nächsten Schuldner fahren, geht Alica ins Wohnzimmer, wo Brian der Mann von Naomi mit nacktem Oberkörper auf der Couch liegt. Sein Rücken ist übersät mit Schrien von einem Gürtel. Sie geht zu ihm hin und fragt ob alles ok ist oder sie einen Arzt rufen soll.

„Nein Alica alles Ok, keinen Arzt.“

„Was sollte das eben?“

fragt sie ihn, doch bekommt keine Antwort. Es kommen auch seine Frau und Denise zu ihnen ins Zimmer.

„Schatz, was ist passiert?“

fragt Naomi und auch sie bekommt keine Antwort. Brian will aufstehen, schafft es jedoch nicht, da er Schmerzen hat. Alica die neben ihm steht, hilft ihm auf und er geht ins Schlafzimmer. Bevor er die Türe schließt meint er:

„Mir geht es gut, macht ihr euch einen schönen Abend.“

dann macht er sie zu. Die drei Mädels machen die Kinder fertig und bringen sie ins Bett. Als sie sich dann fertig machen, reden sie über diesen Vorfall und Naomi fragt ob sie es nicht der Polizei melden sollten. Denise ist derselben Meinung, nur Alica blockt ab.

„Nein, wir sollten erst mal mit Brian reden, was da abgeht. Irgendetwas muss er ausgefressen haben, warum die Typen auftauchen. Wisst ihr was Mädels, geht ihr in die Disco, macht euch einen schönen Abend. Ich bleibe hier und sehe nach den Kindern und Brian. Den er wird heute kaum dazu in der Lage sein.“

„Nein Alica, wenn bleiben wir alle hier. Was ist wenn die Typen uns draußen auflauern.“

meint Naomi ängstlich.

„Das werden sie nicht, sie wollen nur was von deinem Mann, nicht von dir, Denise oder mir.“

meint Alica und die zwei stimmen zu.

„Nehmt eure Handys immer mit und wenn was sein sollte ruft die Polizei.“

„Ok, Alica!“

sagt Naomi, denn sie vertraut ihrer besten Freundin. Dann machen sie sich auf den Weg zu der Party, wo sie VIP-Ticket haben. Alica sieht ihnen von Fenster aus nach, wie sie ins Taxi steigen und losfahren. Als die Mädels weg sind, geht sie zum Arzneimittelschrank und holt eine kühlende, heilende Lotion raus. An der Schlafzimmertür angekommen, klopft Alica an und Brian fragt wer da sei.

„Ich bin es Alica, kann ich rein kommen.“

„Ja!“

sagt er und sie öffnet die Tür. Kaum hat sie einen Fuß rein gesetzt meint er:

„Was macht ihr noch hier, ich dachte ihr seid auf einer Party eingeladen.“

„Sind wir auch, ich habe Naomi und Denise hingeschickt, damit sie auf andere Gedanken kommen. Einer muss ja hier bleiben und auf die Kinder schauen. Den ich glaube du wirst da wohl ausfallen.“

sagt Alica und setzt sich neben den Mann aufs Bett.

„Umdrehen!“

meint sie und Brian dreht sich auf den Bauch. Alica fackelt nicht lange und klatscht ihm eine Menge der Lotion auf den Rücken und er meint laut:

„Scheiße ist das kalt.“

„Ja, das sind die Nachwirkungen.“

sagt sie und massiert das Mittel ein bis es warm wird.

„Das tut gut!“

sagt Brian seufzend. Als sie die Creme einmassiert hat, setzt er sich so gut es geht auf und zieht sein Shirt an.

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