Kapitel 2
Am nächsten Morgen wird er von seinen Wecker aus dem Schlaf gerissen. Verschlafen geht er in die Küche und richtet sich einen Kaffee. Während dieser in der Maschine herunterläuft, räumt er das Chaos weg, das seine kleine Schwester hinterlassen hat. Er trinkt das schwarze Gold, zieht sich an und macht sich auf den Weg zur Arbeit. Am Gelände angekommen stellt er sich den neuen Arbeitskollegen vor und redet mit ihnen vor dem Gebäude wo sich im inneren die Umkleidekabinen befinden. Er steht genau an der Türe, als eine Frau in ihn hineinläuft.
„Hallo Madam, Augen auf und nicht schlafen.“
sagt er und lächelt diese Person an. Ohne ihn nur eines Blickes zu würdigen, meint sie:
„Entschuldigung, war keine Absicht.“
„Schon Ok!“
sagt er und sie schlängelt sich an ihm vorbei in den Innenbereich. Er sieht ihr noch nach, sie dreht sich um und ihre Blicke treffen sich. Demian dreht sich wieder weg, da einer seiner Kollegen ihn ruft. Er folgt ihnen zum Auto, steigt ein und sie fahren aus dem Gelände.
Während Demian mit seinen Kollegen weg fährt schließt sich Alica im Umkleideraum ein, wo sie sich gegen die Türe lehnt. Sie denkt nach und fragt sich wer dieser Typ war, sie hatte ihn noch nie zuvor hier gesehen. Durch ein Klopfen an der Türe wird die Frau aus ihren Gedanken gerissen. Alica geht von der Türe weg und ihre Kolleginnen kommen herein.
„Guten Morgen“
sagen beide zu gleich und sie antwortet ihnen. Eine der Frauen sieht Alica an und fragt ob sie ein Gespenst gesehen habe, da sie so weiß im Gesicht ist.
„Nein, nur einen süßen Mann.“
„Das ist hier wohl nicht allzu schwer einen zu finden.“
„Ja ich weiß. Aber den hab ich zuvor noch nie gesehen.“
„Oh, Frischfleisch. Einer von denen die heute erst anfangen.“
sagt ihre Kollegin und lacht. Alica ist nicht zum Lachen zu Mute, also zieht sie sich schnell um und geht wieder nach unten um sich einen Kaffee zu holen. Sie wünscht sich innerlich, dass dieser Mann noch irgendwo da sei. Dies ist nicht der Fall. Während des Arbeitstages sind in Alica ihrer Partie die neuen Mitarbeiter Gesprächsthema Nummer eins. Ihr geht es schon so auf die Nerven, das sie sich Kopfhörer aufsetzt und Musik hört, um das Gefasel nicht zu hören. Endlich ist dieser Arbeitstag zu Ende und Alica macht sich auf den Weg nach Hause.
Auch für Demian ist endlich Feierabend und er macht sich auf den Weg zu seiner Wohnung. An der Tür stößt er mit seiner Schwester zusammen, die gerade heraus kommt.
„Na Schwesterherz, wohin führt die Reise heute.“
„Nach Los Angeles, mit 2 tägigen Aufenthalt und dann weiter nach Sydney.“
„Meine kleine Weltenbummlerin.“
sagt er, gibt ihr ein Küsschen auf die Wange und Cherrie geht die Treppe runter. Demian schließt die Türe hinter sich, geht ins Bad wo er unter die Dusche springt. Nachdessen macht er sich auf den Weg zu Krotnič. Als er vor dem Gebäude, indem sich das Büro befindet ankommt, atmet er fest durch und geht hinein. Vor dem Büro von Krotnič sitzt eine junge sexy angezogene Dame und tippt etwas in den Computer. Sie sieht auf als Demian auf sie zu kommt.
„Kann ich etwas für sie tun?“
„Ja, ich möchte gerne mit Herrn Krotnič sprechen.“
„Um was geht es?“
„Ich bin hier wegen dem Job.“
„Ok!“
sie nimmt den Hörer ab, redet kurz und meint dann:
„Sie können rein gehen.“
„Danke!“
Demian öffnet die Tür, am Schreibtisch sitzt ein älterer Mann, der gerade eine Zigarette raucht. Er dreht sich mit dem Stuhl zu Demian und meint:
„Sie wollen einen Job. Wieso kommen sie ausgerechnet zu mir?“
„Da mir diese Arbeit zu sagt und ich sonst keine Arbeit finde.“
Die beiden Männer reden noch eine Weile und zum Schluss meint der Mann:
„Kommen sie heute um 19 Uhr in das verlassene Industriegebiet, die Halle hinter dem Wasserturm.“
„Ja gut!“ sagt Demian, verlässt das Büro, wo ihn die Frau anzwinkert. Nach dem Gespräch geht er etwas Essen und ruft Brevier an um ihn zu berichten, dass er drin ist. Kurz vor 19 Uhr kommt er an der vereinbarten Halle an, ein Mann öffnet das Tor und Demian fährt hinein. Im inneren stehen Krotnič und die beiden anderen Typen.
„Demian, schön das sie gekommen sind, dass hier sind ihre Kollegen Medič und Brekič.“
„Hallo!“
sagt Demian, doch die beiden sehen ihn nur von oben bis unten an.
„Jungs an die Arbeit, ich will mein Geld zurück.“
„Ja Boss!“
sagt Medič und sie steigen in den schwarzen SUV ein.
„He Alter kommst du!“
meint Brekič und Demian springt hinten rein. Die Männer fahren in ein Villenviertel, vor einem noblen Haus halten sie an, die beiden Männer stecken eine Waffe ein, steigen aus und gehen zum Haus. Demian folgt den beiden. Sie läuten an und ein kleines Mädchen öffnet die Türe.
„Hallo Kleine, ist dein Vater hier?
fragt Medič und das Mädchen ruft nach ihren Papa der zur Türe kommt. Er sieht die drei und sagt seiner Tochter sie solle nach oben gehen. Die kleine geht die Treppe hoch und er schließt die Türe. „Haben sie unser Geld?“
„Nein, ich konnte es nicht aufbringen.“
Brekič haut dem Mann mit der Faust in den Magen.
„Unser Boss will die Kohle sehen.“
sagt der andere und boxt ihn mehrmals in den Magen. Der Mann geht immer mehr zusammen.
„Sie bekommen das Geld. Morgen.“
„Sollte es Morgen nicht bei unseren Boss sein, kommen wir wieder.“
Die Männer steigen ins Auto und weiter geht die Tour. Die drei klappern um die 10 Schuldner ab. Demian ist froh endlich zu Hause zu sein, denn das was er erlebt hat ist nicht normal. Die Armen Leute werden verprügelt und misshandelt. Er richtet sich eine Kleinigkeit zu Essen und legt sich ins Bett, wo ihn am nächsten Morgen der Wecker herausschmeißt. Er krallt aus dem Bett, stellt sich unter die kalte Dusche um richtig munter zu werden, trinkt einen Kaffee und geht in die Arbeit, in der Hoffnung diese Frau wieder zu sehen. Doch die beiden treffen sich nicht. Nach der realen Arbeit widmet sich Demian seiner Undercover-Arbeit. Die nächsten Tage vergehen für Alica und Demian, mit immer demselben Trott.
