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Kapitel 3

Ich floh mit zerrissenen Nerven aus der Braut Boutique und heulte den ganzen Abend zu Hause, bis mein Kissen ganz nass war. Mein Herz war immer noch schwer, obwohl ich so viel geweint hatte.

Lucas hatte mir dutzende Anrufe gemacht. Ich wollte nicht rangehen, aber es zerriss mir fast das Herz, ihn zu blockieren, also versteckte ich mein Handy in einem Schließfach, um mich nicht doch noch schwach zu zeigen.

Lucas war der Experte im Trösten. Jedes Mal, wenn ich sauer war, machte er mich so verwirrt und zerschmolzen.Ich durfte ihm das jetzt nicht wieder ermöglichen.

Ich kuschelte mich an die weiche und flauschige Tamagotchi-Hundepuppe und meine Erinnerungen wanderten zurück in die alten Zeiten.

Damals war ich noch ein berühmter Boxer in der Schulmannschaft. Alle in meiner Familie fanden das nicht gut, dass ein Mädchen so etwas macht. Mein Temperament war stur, und wie sollte ich dann jemals heiraten können?

Mein Vater ging personally zu dem Direktor und machte Druck. Der Direktor nickte eifrig und entließ mich aus dem Team.

Ohne Boxing konnte ich nur traurig herumhängen. Lucas war der Einzige, der mich verstand. Er sagte, dass es richtig ist, an meinen Träumen festzuhalten, und organisierte heimlich ein Jahresabonnement für den Box-Cardio-Klub, und trainierte sogar selbst mit mir, als mein Partner.

Aber er war damals so zart wie eine Junge Bohnensprossen, die im Wind umfällt. Ich hatte Angst, ihn wirklich zu verletzen, und bei unseren Trainingsübungen schlug ich nicht mit voller Kraft zu. Meine Boxtechnik wurde immer rauer, doch die unverwundbare Liebe zwischen uns begann langsam zu keimen.

Später wuchsen wir auf, und als Mistress der Phei-Familie gab es so viel zu lernen, dass ich keine Zeit mehr fürs Boxen hatte. Die Handschuhe lagerten im Haus und sammelten Staub. Vielleicht würde ich eines Tages wieder damit anfangen.

Ich band mir einen sauberen, strengen Pferdeschwanz, legte die üblichen eleganten Kleider ab und zog Sportkleidung an. Ich wusch mein tränenverschmiertes, klebriges Gesicht, und erst im Spiegel sah ich wieder etwas von der jugendlichen Lebhaftigkeit in mir.

Ich gab mir selbst Mut, indem ich mich im Spiegel ansah, öffnete die Tür zu meinem Zimmer – und auf dem Sofa sah ich eine vertraute Gestalt. Mein Körper versteifte sich sofort.

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