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Kapitel 2

Lucas zögerte kurz, dann veränderte sich seine Stimme und klang sanfter.

„Abigail, bist du sauer? Es ist meine Schuld, ich hätte auf dich warten sollen. Lass uns nach Hause gehen, dann mache ich es wieder gut, okay?“

Dieart wie er immer sofort um Verzeihung bat, machte mich wütend. Immer war es so! Er war der Schnellste, der sich entschuldigte, und hatte die beste Laune – der hysterische war stets ich!

Lucas kam aus einer guten Familie und war mit mir seit Kindheit befreundet. Er war schon immer sanftmütig, sprach mit leiser Stimme und wurde nie wütend.

Wie ich ihn früher für seine Sanftmütigkeit geliebt hatte, hasste ich sie jetzt umso mehr.

Tränen trugen mir in die Augen, doch ich wollte nicht nachgeben und bohrte weiter:

"Lass uns nicht vom Thema abkommen! Hat ein Bruder je Fotos mit seiner Schwester im Hochzeitsoutfit gemacht? Willst du deine Schwester heiraten?"

Wendy Langdon erschrak und kauerte sich an Lucas, ihre Stimme war von Schluchzen erfüllt.

„Abigail! Wie kannst du das sagen! Ich und mein Bruder sind Geschwister!“

Sie war klein und zierlich; in Lucas’ Armen sah sie aus wie ein erschrockenes Rehkitz, während ich wie ein Riesenscheewolf aussah.

Zum ersten Mal sah ich Ärger auf Lucas’ Gesicht. Er hielt seine Schwester schützend umfangen, doch obwohl seine Stimme sanft war, klang sie an meinem Ohr kalt und unerträglich.

„Abigail, du hast es übertrieben.“

Um Wendy nicht zu erschrecken, drückte er seine Wut herunter, senkte den Blick auf sie und sah sie voll Liebe und Zuneigung an.

„Abigail, ich habe nur eine Schwester – Wendy –, da ist es unvermeidlich, dass ich sie verwöhne. Du bist meine Schwägerin; sei geduldig und großzügig. Streite dich nicht mit meiner kleinen Schwester.“

"Abigail, ich habe nur eine Schwester, Wendy, also ist es unvermeidlich, dass ich sie ein wenig bevorzuge, du bist die Schwägerin, sei großzügig, sei nicht eifersüchtig auf deine Schwester."

„Großzügig? Das ist nur lächerlich. Er hat doch die ganze Sache angefangen, warum soll ich großzügig sein!“

Aber die Jahre der Gefühle zwischen uns waren nichtlüge total nicht falsch – auch wenn mein Herz von ihm zerschmettert worden war, konnte ich keine bissige Antwort formulieren.

Schließlich sah ich sie beide mit verweinten Augen an, und in meinem einst strahlenden Blick lag nichts als Tränen. Mit aller Kraft, die ich aufbringen konnte, sagte ich die letzten Worte:

„Trennen wir uns, Lucas. Ich will nicht mehr mit dir heiraten.“

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