Kapitel 5
Adeline
Das Mädchen was inzwischen bewusstlos von der Decke hing wurde abgehangen und weggebracht. Wohin wusste ich nicht.
In der Zwischenzeit waren alle anderen aus ihren Zellen hervorgetreten und stellten sich grade in einer Reihe auf. -kann man dir helfen?- Frage mich ein sehr gruselig aussehender Mann -NNNein- stotterte ich -und warum stehst du dann nicht bei den anderen?- schrei er mich nun an. Und ehe ich mich versah spürte ich ein schmerzhaftes ziehen. Der Mann hatte mich mit einem breiten Lederband geschlagen. - na wird es bald mal was oder soll ich dich hier raus prügeln?- Ich schüttelte nur stumm den Kopf und ging zu den anderen. Dann wurde jede von uns Handfesseln angelegt und wir setzten uns in Bewegungen. Was mir auffiel war das ich die einzigste war die normale Klamotten anhatte. Die Andren trugen irgendwelchen Fummel die nichts verdeckten. Als wir an einer Wendeltreppe ankamen hielten wir kurz an. Dann kam ein Mann zu mir -aha unser Neuzugang.Viel spaß bei der Arbeit und mach kein Scheiß- sagte er mit einem ekelhaften Grinsen im Gesicht.
Irgendwann hielt der Bus mit dem wir aus dem Wald gefahren waren an. Und wie standen vor einem heruntergekommenden Club. In mir machte sich eine Vermutung breit, an die ich gar nicht denken wollte. Als alle ausgestiegen waren und sich wieder in reih und Glied aufgestellt hatten wurden wir in den Club gebracht.
Von dort aus mussten wir eine Treppe nach oben gehen wo wir uns aufeinmal in einem Raum voller Makeup und Spiegeln wiederfanden. In der Luft lagen die Gerüche der unterschiedlichen Parfüms die sich die Mädchen mit denen ich gekommen war draufsprüten. Ich stand einfach mitten im Raum und wusste nicht wohin mit mir als eine große Frau auf mich zu kam. -Hey, ich bin Susan- sagte sie mit einem netten lächeln auf den Lippen - du musst Adeline sein- ich konnte nur nicken -okay dann komm doch mal mit- und schon lief sie los. Und mir blieb nichts anderes übrig als ihr zu folgen. - such dir bitte etwas raus und zieh es dann an.- sagte sie und zeigte dabei auf einen große Kleiderständer der an der Wand stand. Ich nickte und sah mir stumm die einzelnen Teile an. Es waren alles nur Fummel, die nicht viel bedeckten und auch nicht grade neu aussahen. Ich fand dan aber doch noch ein relativ neues und hielt es vor einem Spiegel an mich dran. Das Ding was man nicht einmal mehr Unterwäsche nennen konnte, bestand aus einem dunkelblauem Minirock und einem dazu passenden BH beides war mit einer golden Spitze verziert. -super Wahl Schätzchen die Männer werden dich lieben- meinte Susan während ich mich noch kritisch im Spiegel musterte. - Hop Hop anziehen und Dan zeig ich dir wo du hin musst- meinte sie und erst da bemerkte ich das, die anderen Mädels sich in der Zwischenzeit in Luft aufgelöst hatten.
Ich weinte fast. Meine schlimmste Befürchtung ist nämlich wahr geworden. Ich werde hier grade zur Prostitution gezwungen. Und als ich das bemerkt habe kamen mir die Tränen. Obwohl das auch unnötig wäre hier zu heulen den ein zurück gibt es nicht mehr. Denn jetzt saß ich in einem Zimmer wo vor der Tür ein Bild von mir klebte.
