Kapitel 6
Denn jetzt saß ich in einem Zimmer wo vor der Tür ein Bild von mir klebte. Als ich mit Susan den dunklen Gang vom Club entlang ging, waren da noch mehr von diesen Türen. An jeder klebte ein Bild von den Personen die dort drin waren. Als wir bei der letzten Tür im Gang angekommen sind meinte Susan nur noch, als we're es das normalste der Welt -mach keinen scheiß, beiß keinem den Schwanz ab und probiere bloß nicht wegzurennen, du bist nicht die erste die an dem Versuch gescheitert ist. Die Leute die das Haus bewachen sind alle bewaffnet.- -was ist denn mit den Leuten passiert die probiert haben abzuhauen?- - die wurden erschossen.- sagte sie ganz ruhig als ob sowas jeden Tag passieren würde. Danach ließ sie mich alleine und ich müsste lügen würde ich sagen ich hätte keine Angst.
Aufeinmal ging die Tür auf und ich erschrak zu Tode und traute mich nicht aufzustehen. Als ich dann aber hochhackige Schuhe sah Pustete ich die angehalte Luft aus. -Hey, ich bin's noch mal. Du bekommst noch dein Pay-Band.- Damit hielt sie mich ein schwarzes Gummiband hin. Ich nahm es an und machte es mit um. Es war unangenehm zu tragen und schnitt mir in die Haut da es eindeutig zu kein war. - Pass auf.- Lenkte Susan meine Aufmerksamkeit wieder auf sich -wenn der Mann später fertig ist dann musst du ihm dein Armband hinhalten. Er hält dann seine Krididkarte dran und die Zahlung ist erfolgt. Ah und eine Runde mit dir kostet 50€. Und du sagst zu allem ja.- was? Und ich dachte immer das man als Prostituierte richtig Geld machte. Da hatte ich mich wohl auch geirrt -viel Glück, deine Schicht endet um 5 Uhr. Also du arbeitest noch 6 Stunden.- Mit den Worten verschwand sie und ließ mich komplett verstört zurück. Als ich dann irgendwie auf die ganze Situation klar kam, sah ich mich vorsichtig ein bisschen um.
Neben der Tür war eine Dusche und eine Toilette. Dann war an der Wand gegenüber von der Tür ein Sofa und ein Sessel. Und auf dem Bett was noch im Zimmer war saß ich gerade und wartete darauf was als nächstes passieren würde.
Und dann passierte es die Tür öffnete sich und ich traute mich gar nicht erst aufzusehen. Erst als der Mann mit seinem Dicken Bauch vor mir stand, blickte ich nach oben wo er mich mit einem dreckigen grinsen angrinste. -noch hübscher als auf dem Bild- Murmelte er noch kaum bei Bewusstsein vor sich hin. Ich roch den starken Alkoholgeruch der von ihm ausging. Dann würde ich wohl heute meine Jungfräulichkeit an einem Alkoholiker verlieren. Bevor ich weiter denken konnte packte mich der ekelhafte auch nicht am Arm.
Noch bevor ich reagieren konnte lag er schon über mir und erdrückte mich fast mit seinem Gewicht als er anfing sich mein Dekolleté runter zu küssen. Langsam bekam ich es wirklich mit der Panik zu tun, ich konnte mich kaum bewegen und der ekelhafte war grade dabei mein Oberteil auszuziehen. Und das war der Moment als ich realisiert das dies kein Traum oder ein schlechter Scherz war. Nein, dass war die Wirklichkeit. Ich fing hemmungslos an zu Weinen, weil ich mich einfach so verloren fühle. -Hör auf zu heulen. Schlampe- schrie mich der Mann an und bewirkt damit genau das Gegenteil. Denn ich fing nur noch heftiger an zu Weinen. Dann holte er aus und schlug mich ins Gesicht. Ich spürte wie mir warmes Blut das Gesicht runterlief.
Und das war der Punkt wo ich merkte das etwas raus wollte. Etwas was tief in mir drin war und geschlafen hat erwachte nun zum Leben. Jemand oder etwas in mir wollte sich verteidigen. Und es war unkontrollierbar stark und machte mich auch irgendwie stark, also ließ ich diesem Gefühl freien lauf.
Plötzlich hörte ich wie der Mann über mir aufschieh, wie ein Mädchen, und versuchte schnell von mir runter zu kommen. - Deine Augen.- sagte er noch baff mit den Blick auf meine Augen. Aber es war schon zu spät und im nächste Moment lag er mit durchgeschnittener Kehle auf dem Boden. Ich war geschockt von mir selbst und schaute auf meine Finger an denen statt Fingernägeln messerscharfe Krallen saßen die mit dem Blut des fremden bedeckt waren.
In der Zwischenzeit hatte sich unter meinen Füßen eine große Blutlache gebildet.
Dann roch ich etwas metallisches. Generell nahm ich auf einmal alles viel besser war, ich hatte das Gefühl besser zu hören, sehen und zu riechen. Und dann machte sich das Gefühl in die Freiheit zu müssen bemerkbar. Irgendwas zog mich nach draußen, egal wohin nur raus hier. So bin ich mit schnellen Schritten auch schon an der Tür und riss diese auf.
Dann spähte ich in den Gang entlang und erblickt nichts... Nur die laute Musik vom Club war zu hören. Also rannte ich los, ich rannte wortwörtlich um mein Leben vor allem als ich draußen war und die Stimmen hörte -das ist sie, schießt doch ihr Pappnasen!- hörte ich hinter mir immer wieder. -ihr seid solche Nichtsnutz!- und dann hörte ich einen Knall. Kurz darauf merkte ich auch schon wie eine Kugel haarscharf an meinem Gesicht vorbeizog. Und Dan noch einen Knall. Und ich rannte noch schneller. Wohin wusste ich auch nicht ich folgte einfach diesem komischen Gefühl das mich irgendwie leitete.
Langsam wurden die Geräusche hinter mir leiser und verstummten schließlich komplett. Dann erst merkte ich, wo ich mich eigentlich befand. Ich war in der Nähe vom Wald Rand also rannte ich lei letzten paar Meter zum Waldrand und spürte wie langsam dieses Gefühl stark zu sein nachließ. Und da erst bemerkte ich was ich eigentlich getan hatte, was mit mir passiert war. Ich hatte einen Menschen getötet nein nicht getötet sonder kaltblütig ermordet. Und da wo jetzt wieder meinen normalen Finger waren sind vorhin noch messerscharfe Krallen gewesen. Omg, was passiert nur mit mir. Ich glaube ich werde verrückt.
Plötzlich stellten sich zwei schwarze Kampfstiefel in mein Blickfeld und ich erschrak so sehr das die Krallen wieder unkontrolliert ausfuhren und ich wegrennen wollte. Aber der Fremde, der mir gegenüber stand war schneller, wirbelte mich herum und zwang mich mit einem Zeigefinger unter meinen Kinn ihn anzusehen. Währen er das tat frage eine unglaublich sexy, tiefe aber gleichzeitig auch bedrohliche Stimme -was machst du hier im Wald? alleine?- Ich konnte nicht antworten, denn mein Blick hatte grade seine Augen erreicht.
