Kapitel 4
ADELINE
Ich kam langsam wieder zu mir und spürte etwas hartes unter mir. Stöhnen setzte ich mich auf und erst da bemerkte ich, wo ich eigentlich war. Schlagartig war ich hell wach.
Es war dunkel nur eine kleine Lampe Erleuchtet den Raum. Naja der "Raum" ähnelte mehr einer Zelle. Der Boden war aus kalten Steinen gemacht und irgendwo hörte man Wasser Plätschern. Da wo hätte eine Tür sein sollen waren nur Gitterstäbe. In der einen Ecke war ein Eimer, wofür der sein sollte wusste ich nicht. Ich erhob mich, mit den schlimmsten Kopfschmerzen die ich je hatte von den Holzlatten die als Bett dienten und spähte aus den Gitterstäben. Angst hatte ich erstaunlicherweise gar keine was auch daran liegen konnte das mir extrem kalt war und ein sehr unangenehmer Geruch in der Luft lag.
Aufeinmal vernahm ich einen Schrei und ich ließ meinen Blick durch den mit Neonröhren beleuchten Gang schweifen. Ich war nicht die einzige die in einer Zelle saß sondern da waren noch mehr. Die Zellen waren in einem Kreis angeordnet in dessen Mitte eine freie Fläche war. Und in diesem Kreis aus Zellen, stand oder ehr gesagt hing, eine Frau. Von ihrem Körper lief Blut und ihre Augen waren weit aufgerissen. - ich hoffe du hast deine Lexion gelernt- sage jemand dessen Gesicht ich nicht ausmachen konnte da er mit dem Rücken zu mir stand. - Solltest du nochmal Wiederstand leisten geschweige denn versuchen wegzurennen...- mehr bekam ich nicht mit, weil ich das Mädchen was dort hing wiedererkannte. Das war das Mädchen was gestern erst verschwunden ist. - Das gilt für alle anderen auch!- schrie jetzt der Mann durch den Raum. Dann ging er und ließ das Mädchen dort hängen.
Ich versuchte noch eine Zeit lang an den Gitterstäben zu rütteln aber es tat sich gar nichts, ich war gefangen. -hör auf es zu probieren das haben wir auch schon versucht- sage eine schwach klingende Stimme. - Was?- -hör einfach auf ja?- - wer ist da?- vielleicht konnte ich ja Informationen über diesen komischen Ort herausfinden aber mir antworte keiner mehr. Also setzte ich mich zurück auf mein "Bett" und wartete darauf das etwas passieren würde. Irgendwann meldete sich meine Blase. Also stand ich auf - hallo? Hört mich jemand? Ich muss auf Toilette- ich wartete ein paar Sekunden aber niemand kam oder antwortete mir. -hallo?- schrei ich schon fast. Und da endlich, wurde eine Tür geöffnet und ein sehr breiter Mann kam herein.
- Was willst du?- bluffte er mich an -auf Toilette?- dann warte ich auf eine Antwort aber der Gorilla zeigt nur auf den Eimer und ging weg. - Hey- rief ich ihm hinterher in der Hoffnung, das er zu mir zurück kommen würde aber er ging einfach ohne sich noch mal umzudrehen. Wo war ich hier nur gelandet? Und so langsam kam die unterdrückte Angst wieder hoch und Tränen stiegen mit in die Augen. Und wenn das nicht schon schlimm genug ist, dass ich hier eingesperrt in einer Zelle hocke und in einen Eimer machen muss, kam jetzt auch noch eine ganze Armee von Gorillas und die Zelltür öffnete sich automatisch nach oben.
