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5/Ein unangenehmes Wiedersehen

Ungefähr zweieinhalb Stunden kam ich bei meiner Wohnung an und öffnete die Tür.

Ich spürte, wie blass mein Gesicht wurde.

"Oh mein Gott.", flüsterte ich so leise, dass eigentlich nur ich es hören sollte.

Doch auch jemand anders schien es zu hören...

"Na, Shawty?"

Kaugummikauend kam er auf mich zu.

Ich erstarrte.

"Ich hab dich vermisst, Süße.", sagte er mit schelmischem Grinsen, das mir eine unangenehme Gänsehaut verpasste.

Ich wollte sofort weg von hier. 

Aber ich konnte nicht.

Ich stand hier wie ein zu-tief-eingepflanzter Baum und konnte mich nicht bewegen.

"Warum so schüchtern? So kenne ich dich ja gar nicht!"

Ich hörte pure Ironie aus seiner Stimme.

Und so viel mehr.

Ein enges Gefühl machte sich in mir breit.

Und ich konnte immer noch nichts sagen.

Plötzlich bewegte er sich schneller und packte seine Hände auf meine Schultern, zog sich zu seiner Brust und beinahe hätte ich einen Herzinfarkt gehabt.

Meine Augen weiteten sich, als ich meinen Kopf hob.

Ein unangenehmer Augenkontakt enstand und ich wollte ihn abbrechen, aber ich konnte nicht.

Es fühlte sich so an, als wäre ich in meinem eigenen Körper gefangen und konnte nicht mehr raus.

Als ob ich nichts, was hier passierte, steuern könnte.

So als ob sich alles um mich herum bewegte und funktionierte, nur ich nicht.

"Du gehörst nur mir, Baby.", flüsterte dieses Schwein.

Ich bemerkte nicht, dass ich weinte, bis heiße Tränen über meine Wangen liefen.

Ich weinte und ich konnte nicht aufhören, das war klar.

"Nicht weinen, Schmusekätzchen, nicht weinen.", sagte mir der Mann, der mich in seinen Armen hielt und ich ihn über alles in dieser Welt hasste.

Plötzlich und unerwartet schrie ich.

Ich bemerkte wie ich schrie und konnte mich nur erinnern, wie ich ihn anschrie und als "Hurensohn" beleidigte und daraufhin ihn mit einer Pfanne, die noch auf dem Küchentresen stand, gegen den Kopf schlug. Und das so heftig, dass Blut sich in meinem ganzen Wohnzimmer verbreitete.

Doch das war mir egal.

Ich wollte hier raus.

Das letzte, woran ich mich erinnern konnte, war wie ich mich in den Schlaf weinte.

Ich hasste mich und mein Leben...und einfach alle!!!

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