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4/Eine richtige Entscheidung?

"Geht's dir besser?"

Kaden stand vor mir, diesmal in Unterhemd und Boxershorts.

Ich richtete mich auf und ging an die Tür, ohne seine Frage auch nur zu beantworten.

"Ey. Ich rede mit dir.", sagte er in einem gefährlich lauten Ton.

Ich drehte mich zu ihm um und er stand immer noch vor dem Bett, auf dem ich die letzten zwei Nächte geschlafen habe.

"Ich will aber nicht." Erst ein paar Sekunden später bemerkte ich, dass sich der Satz wie ein Flirt anhörte.

Ich räusperte mich. "Ich will aber nicht.", sagte ich nun in einem ernsteren Tonfall.

Er konnte sich das Grinsen nicht verkneifen und es sah so aus als würde er mich stumm auslachen.

Uh.

Ich rollte meine Augen und drehte mich wieder zu Tür.

Nicht eine Sekunde später zog mich etwas starkes mit voller Wucht zurück aufs Bett, sodass mein Körper drei mal auf dem Bett hüpfte.

"Wohin willst du?"

"Chill mal, was bist du so aggressiv?!"

"Ich bin nicht aggressiv, ich will nur nicht, dass du diesen Raum verlässt." Seine Miene verfinsterte sich. "Es ist besser, wenn du die nächsten Monate hierbleibst, Süße."

"Nenn mich nicht "Süße"!", schrie ich laut. "Du hast rein gar nichts mit mir zutun und genauso wenig hast du das Recht, mich hier einzusperren du Spast!"

Er senkte den Kopf ein wenig, bevor er anfing zu reden. 

"Und ich bin der Aggressive hier oder wie?! Ich mach das hier für dich! Barney und seine Männer suchen dich überall, draußen bist du nicht mehr sicher! Was checkst du daran nicht, huh?!", schrie er.

Ich zuckte zusammen. "Das-juckt-mich-nicht-du-Spast!"

Mir war egal, ob mich jemand suchen würde, was sollten die denn schon machen?

Er nickte, fast traurig über das alles.

"Du kannst mich nicht einfach hier einsperren! Ich will zu mir nach Hause. Jetzt!" Die letzten Worte meinte ich gefährlich leise.

Er presste seine Lippen zusammen und nickte nach einer kurzen Pause. Ich versuchte seine Mimik nicht sexy zu finden und ignorierte sie, während ich woanders hinschaute.

"Gut."

Was?

Das war's?

Und ich dachte, er würde jetzt darum kämpfen, dass ich bei ihm bleiben sollte.

Was ein Bastard.

"Ich bring dich nach Hause."

"Nein. Ich kann auch alleine nach Hause."

Er hob die Augebrauen. "Dein Zuhause ist von hier 300 Kilometer entfernt. Wie willst du da bitte alleine hinkommen?"

Ich packte meine Hände an meine Taille und wiedersprach kalt. "Ich hab noch Geld in meiner Hosentasche für ein Taxi. Dich brauche ich nicht."

Ich schaute schnell weg, um ihn nicht anschauen zu müssen, denn das würde selbst mir wehtun-

Halt, warte, was?!

Nein...

Das würde mir nicht wehtun...

...Oder doch?

Ugh, ich musste aufhören alles zu überdenken.

"Hier." Er warf mir einen Schlüssel zu doch ich verpasste den Wurf und er fiel hin. Ich hob ihn auf und als ich ihm wieder ins Gesicht schaute, war er kalt. Plötzlich war alles an ihm kalt. 

Seine Miene.

Sein Ausdruck.

Einfach alles.

Ich hatte ein wenig Angst, woraufhin ich neutral nickte, meine wenigen Sachen packte und aus dem Haus verschwand.

Es gab eine Tiefgarage, ungefähr zehn Meter neben seinem Haus. Ich vermutete, das sich das Auto darin befand und betrat sie.

Ich drückte einen Knopf am Schlüssel und ein Auto leuchtete sofort.

Ich ging zu dem schwarzen Porsche und-

Holy Shit, es war verdammt sexy.

Es sah aus wie ein Frauenauto, aber ich glaube, einem Mann würde das Auto auch stehen.

Vor allem Kaden.

Ich erschreckte mich, an dem Gedanken, wieder an ihn denken zu müssen.

Ich ignorierte mal wieder alles, startete das Auto, sowie das Navi und fuhr los.

Auf dem Weg dachte ich die ganze Zeit an meine beste Freundin, mit der ich aber keinen Kontakt mehr hatte. Ich brauchte irgendwie jemanden zum sprechen und einen Therapeuten wollte ich mir ungern holen.

Ungefähr zweieinhalb Stunden kam ich bei meiner Wohnung an und öffnete die Tür.

Ich spüte, wie blass mein Gesicht wurde.

"Oh mein Gott.", flüsterte ich so leise, dass eigentlich nur ich es hören sollte.

Doch auch jemand anders schien es zu hören...

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