Ich fahr dich nach Hause
Die beiden sahen mich an und sagten nichts. Draussen angekommen, merkte ich wie es regnete. Super, warum musste es ausgerechnet jetzt regnen. Sofort nahm ich mein Handy vor und rief meinem Bruder an. Nur die Mailbox war zu hören. Ich steckte das Handy wieder weg und lief schon mal los. Bei der Hauptstrasse hielt ein schwarzer Wagen neben mir an. Der Fenster wurde runtergelassen und ich konnte schwer erkennen wer es war. Es regnete so fest, dass ich fast gar nichts sah. ,,Ariana steig ein, ich fahr dich nach Hause.", die Stimme war von Aiden. Seine Stimme würde ich überall erkennen. ,,Aiden ich bin total nass, wenn ich jetzt da einsteige wird alles nass. Es ist ja nur noch ein kleines Stuck bis nach Hause.", antwortete ich ihm. ,,Ariana ich kann dich nicht so alleine laufen lassen. Komm endlich steig ein.", ich nickte darauf und stieg ein. Als ich eingestiegen war, fuhr er schon los. Meine Haare tropften und ich sah aus dem Fenster. Er hielt nochmals an, verwirrt sah ich ihn an. Er drehte sich nach hinten und hob seinen Pullover. ,,Zieh dir das an, du zitterst ja.", er lächelte mich warm an. ,,Nein danke, ich halt das schon aus.", erwiderte ich. Seine Augenbrauen wanderten nach oben und einer ernsten belustigten Miene sah er mich an. ,,Früher hattest du immer meine Pullovers geklaut, komm wenn du es nicht für mich machen willst, mach es wenigstens für dich.", er hatte recht. Wenn ich nicht krank werden wollte, sollte ich es annehmen. Ich nahm sie zur Hand und zog es mir über. Zufrieden fuhr er los.
Bei mir angekommen hielt er in der Einfahrt an und schaltete den Motor aus. Ich blickte ihn an, ich vermisste ihn. ,,Danke fürs fahren.", flüsterte ich. ,,Gerne, würde es immer wieder tun Ariana.", nachdem er das sagte blickte er mich an sowie ich ihn. Ich merkte wie er mir näher kam. Meine Augen schlossen automatisch. Ich wartete auf dem Kuss, der aber nie kam. Enttäuscht öffnete ich die Augen und sah das er sich entfernt hatte. Aiden umklammerte seine Hände um den Lenkrad. Mein Blick wanderte wieder auf meine Hände die auf meinen Schoss lagen. ,,Warum tust du mir das an Aiden?", fragte ich ihn unter Tränen. Er sagte nichts und sah mich nicht einmal an. ,,Sieh mich an Aiden, warum tust du mir das an?", fragte ich ihn und schniefte schon. Hatte ich den so fest geweint. Er sah mich an, er war sehr angespannt. ,,Ariana nicht jetzt!", war alles was er sagte. Ich schüttelte den Kopf. ,,Du hast mich beim Ball sitzen gelassen und mir wehgetan, habe ich den nicht das recht zu wissen wo du warst? Ich hatte dich gebraucht, ich hatte niemandem ausser dir und meinem Bruder!", mein Ton wurde etwas lauter. Er sah gerade aus und sagte: ,,Steig aus!"
Entsetzt sah ich ihn an. ,,Aiden!", er sah mich immer noch nicht an. ,,Ich wünsch dir eine schöne Nacht Ariana.", sagte er beugte sich über mich und öffnete die Tür. Schnell schnallte ich mich ab und stieg aus. Bevor ich die Tür zumachte, sah ich ihn noch zum letzten Male an. Kopfschüttelnd ging zur Haustür. Ich hörte noch, wie das Auto wegfuhr. Verdammt, warum kümmerte er mich noch, warum konnte ich ihn nicht einfach vergessen. Als ich mein Hausschlüssel aus meiner Hosentasche holte, öffnete ich dies dann.
Mein Bruder kam die Treppen hinunter, als er mich sah blieb er stehen. ,,Ariana was ist los?", fragte er. Natürlich wusste er wo ich war, er wusste es schon immer. ,,Alec, ich hab dich lieb, aber momentan brauche ich gerade Zeit für mich allein. Versteh mich nicht falsch.", sagte ich lächelnd. Er nickte verständnisvoll und umarmte mich. Langsam schlenderte ich hoch ins Zimmer. Die nassen Kleider, hängte ich auf. Bett fertig schlief ich direkt ein, ich war zu müde. Nicht müde weil ich schlaf brauchte, nein ich war müde um zu lieben.
Am frühen Morgen, klingelte zum zweiten Mal mein Wecker. Ohne zu zögern stand ich auf, schlenderte dann ins Badzimmer. Scheisse, ich seh ja schrecklich aus. Ich machte mich frisch und zog mich um. Sah wenigstens jetzt um einiges besser aus. In der Küche ass ich etwas zum Frühstück. ,,Hallo Schatz.", begrüsste mich meine Mutter. ,,Morgen Mama.", bergüsste ich sie ebenfalls. ,,Was ist los? Du bist sonst nie so.", fragte mich meine Mam. ,,Ist es wegen gestern? Ich hab Aiden und dich gesehen, also im Auto.", sagte sie. Ich nickte und fing wieder an zu weinen. Meine Mama umarmte mich. Genau das brauchte ich, jemand an meiner Seite. ,,Mama ich liebe ihn noch, ich kann aber mit der Liebe nicht mithalten.", flüsterte ich. Meine Mutter löste sich von mir und setzte sich gegenüber von mir hin. ,,Ich weiss zwar nicht was los ist und das müsst ihr auch zwischen euch klären.", kurz machte sie Pause. ,,Weisst du es hat für alles einen Grund, es kommt nicht einfach so. Man haut auch nicht einfach so ab, es muss einen Grund geben. Hast du ihn mal gefragt warum er abgehauen war?", fragte sie mich. Ich nickte. ,,Er wollte es mir nicht sagen, er wechselt immer das Thema.", antwortete ich ihr. ,,Dann ist die Zeit für dich noch nicht gekommen. Lass ihm Zeit. Das einzige was du tun kannst, ihn nicht versuchen zu hassen wenn du ihn liebst. Verhalte dich wie unsere alte Ariana, du kannst die Liebe aufgeben aber gib dich nicht auf.", somit stand sie auf gab mir einen Kuss auf die Stirn und ging.
Sie hatte recht, warum sollte ich mich geschlagen halten, ich durfte mich nicht aufgeben. Wie sagt man immer, man lebe nur einmal. An der Schule angekommen sah ich meine Freunde. ,,Hey Ari.", begrüssten mich beide. Ich umarmte sie. ,,So welche Kurse haben wir jetzt.", fragte ich sie mit einem Lächeln. ,,Du hast Literatur Ari.", sagte Matteo etwas verwirrt. ,,Was darf ich denn nicht glücklich sein", fragte ich lachend. ,,Oke, wir sehen uns in der Pause. Hab euch lieb.", sagte ich und lief in den Klassenzimmer. Dort sass Aiden, ich holte tief die Luft. Ich schaffe das, lets go. Mit einem grinsen ging ich auf Aiden zu. Ich schulterte meinen Rucksack ab und sah ihn grinsend an. Das lies ihn verwirren. ,,Guten Tag, wie geht es dir?", fragte ich ihn und setzte mich hin. ,,Ehh gut, denke ich und dir?", fragte er immer noch verwirrt. ,,Bestens danke!", erwiderte ich und sah nach vorne. Somit begann unser mit dem Buch. Er stellte ein neues Buch vor.
,,Ariana kannst den Teil mal vorlesen und deine Meinung dazu sagen.", fragte unser Lehrer.
