Bibliothek
Deutsch
Kapitel
Einstellungen

Kapitel 2

Erst jetzt erwiderte der schwarzhaarige etwas, zwar nicht Tims Lächeln, dafür aber den Druck um die Hand des älteren. Daraufhin fing jeder still an zu essen.

***

Sobald die Beiden Jungs mit dem Essen fertig waren, gingen sie wieder hoch in Tims, wo dieser sich dann auf sein Bett legte, während Jacob schüchtern im Raum neben der Tür stand.

"Du brauchst keine Angst zu haben", sagte der ältere zu dem schwarzhaarigen, dieser jedoch bewegte sich nicht, weswegen der Braunhaarige wieder aufstand, zu Jacob ging und nach seiner Hand greifen wollte, welche jedoch von dem sechsjährigen zurückgezogen wurde.

"Hast du wirklich so eine  Angst vor mir?", fragte Tim den jüngeren daraufhin, weswegen dieser traurig in die Augen seines Bruders sah.

Jacob wollte soeben antworten, da öffnete sich die Tür und Tims Vater kam rein.

"Jacob, dein Zimmer ist bezogen, kommst du?", fragte dieser seinen neuen Sohn, welcher langsam nickte und dem Erwachsenen Mann bis zu einer haselnussbraunen Tür folgte, welche dann von dem Mann geöffnet wurde und Jacob neugierig den Raum betrat. Mit funkelnden Augen sah er sich das Zimmer an und fing an zu lächeln, als ihm seine Spielsachen in einer der Ecken in die Augen fielen.

"Danke Papa!", lächelte Jacob, nachdem er zu seiner Spielkiste gegangen war und sich davorsetzte. Sein Vater kam lächelnd zu ihm und kniete sich vor ihm hin.

"Du gehörst jetzt zu uns und keiner kann dich uns nehmen!", sagte er dann, zwinkerte und stellte sich wieder auf, woraufhin Jacob nickte und der Mann das Zimmer verließ. Er schloss hinter sich die Tür und kurz darauf fing Jacob auch schon an zu spielen.

Er fühlte sich nicht wie im Waisenhaus, da er dort nie alleine war und immer jemand mit ihm spielte. Er dachte an seine Freunde und senkte den Kopf. Dünne Tränen kullerten direkt seinen Wangen herunter. Wieso war er überhaupt hier?

"Jacob?", hörte der sechsjährige plötzlich Tims Stimme, woraufhin der achtjährige dann zu ihm eilte, sich vor ihm hinsetzte und ihn in seine Arme schloss.

"Was ist los?", fragte er den schwarzhaarigen dann leise. "Ich vermisse meine Freunde", gab Jacob schluchzend zu und kuschelte sich an seinem Bruder an, welcher ihn beschützend in seinen Armen hielt.

"Bitte nicht weinen!", flüsterte der braunhaarige und strich über das weiche, schwarze Haar des anderen.

Tim bemerkte erst nach einigen Minuten, dass Jacob auf seiner Schulter eingeschlafen war. Zur Sicherheit nahm er den schwarzhaarigen mit etwas Mühe direkt auf seine Arme und ging dann in sein Zimmer, wo er den schlafenden dann auf seinem Bett ablegte, sich zu ihm legte, beschützend einen Arm um ihn legte und beide Körper mit der Bettdecke überdeckte, damit ihnen ja nicht kalt werden würde.

"Du bist sicher bei mir Jacob!", flüsterte Tim in das Ohr seines Bruders, gab ihm einen kurzen, sanften Kuss auf die Wange und legte sich dann etwas zurück.

"Timmy Schatz, Jacob, ihr müsst so langsam aufwachen!", ertönte am frühen morgen die weiche Stimme der Mutter der beiden Jungen. Tim öffnete stockend seine Augen und weckte dann auch Jacob, welcher sich leicht erschreckte und sich somit aufsetzte.

"Was ist los?!", fragte seine schwache Stimme. "Du musst zum Kindergarten Jacob!", lachte die Mutter.

"Wenn etwas ist, dann komm zu mir", fügte sie hinzu, gab dem braunhaarigen einen Kuss auf die Stirn und verließ das Zimmer.

Jacob wollte aus dem Bett seines Bruders steigen, jedoch zog Tim diesen zurück, weswegen Jacob sich anspannte und sich nicht weiter bewegte. Tim bemerkte dies und ließ los.

"Was ist los?", fragte der achtjährige vorsichtig.

"N-nichts!", antwortete der schwarzhaarige stockend und ging dann schnell in sein Zimmer.

Laden Sie die App herunter, um die Belohnung zu erhalten
Scannen Sie den QR-Code, um die Hinovel-App herunterzuladen.