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4. Lust und Angst

Ich spürte seine Finger, wie sie sich über meine Haut legten, langsam, besitzergreifend.

Sein Atem traf meinen Hals, heiß und verlangend, während seine Lippen nur Millimeter entfernt verharrten.

„ Du riechst... wie Sünde“, flüsterte er mit rauer Stimme.

Seine Hände glitten tiefer, mein Herz raste.

Ich wollte schreien, ihn wegstoßen, aber mein Körper... gehorchte nicht.

Stad dessen zog er mich näher zu sich, sein Blick brannte in meinem.

Eine Hand wanderte fordernd zu meiner Brust, die andere streifte über meinen Rücken, tiefer... besitzergreifend. Seine Lippen lagen an meinem Hals

Dann spürte ich wieder diesen stechenden schmerz an meinem Hals.

Ich riss die Augen auf, keuchend, schweißnass.

Mein Herz schlug so laut, dass es in meinen Ohren dröhnte.

Ein Traum. Wieder.

Ich taumelte aus dem Bett, lief direkt ins Bad und starrte in den Spiegel.

Mein Blick fiel sofort auf meinem Hals.

Zwei kleine, dunkle Punkte.

Noch da.

Kein Traum.

Ich schluckte hart. Ich konnte das nicht verdrängen. Nicht Mehr.

Ohne viel nachzudenken, zog ich mir meine Laufsachen an, band mir die Haare zu einem festen Zopf und verließ die Wohnung

Ich musste raus, ich kam auf meine Gedanken nicht klar.

Joggen. Luft. Abstand.

Meine Beine liefen fast wie von allein, durch die kleine Altstadt, vorbei an den schönen weißen Häusern, runter zur Promenade.

Ich lief, bis die Gedanken langsamer wurden.

Bis das Bild seiner Augen nicht mehr ganz so scharf war.

Bis ich das Naxaki sah, die kleine Bar am Strand.

Kosta stand draußen, lehnte sich an die Theke und trank sein Fredo Espresso.

Er bemerkte mich sofort. „ Opa! Früh am Morgen und schon so Motiviert?“

Ich zwang mich zu einem lächeln. „Ich...brauch Luft.“

Er musterte mich kurz. Dann streckte er mir einen Becher entgegen.

„ Komm, trink einen mit mir. Du siehst aus, als könntest du einen gebrauchen.“

Ich setzte mich zu ihm. Der Kaffee dampfte zwischen uns, während Kosta mich weiter beobachtet, nicht aufdringlich, aber wachsam.

„Du hast heute Nacht schieße geträumt, hm?“

Ich sah auf. Er lächelte nicht.

Ich wollte lügen, sagen: Alles gut, aber es blieb mir im Hals stecken.

„ Ich weiß nicht, was ich geträumt habe. Vielleicht wars kein Traum.“

Kosta sagte nicht.

Er nahm einen schluck, und ließ mich einfach reden oder schweigen, was immer ich brauchte.

ich seufzte.„ Manchmal glaube ich, ich verliere den Verstand.“

„Nein“, sagte er ruhig. „Du fängst nur an, Dinge zu sehen, die andere nicht sehen wollen.“

Ich nickte kurz, doch fragte mich was er damit meinte.

Ich ging nicht mehr weiter ins Thema hinein, als ich mein Kaffee trank ging ich noch ein bisschen durch die Altstadt.

Und was hilft gegen Herzrasen und Gedankenchaos? Genau, Schoppen.

Ich ging in die engen Gasen hinein und schaute mich nach Kleidung um. irgendwann kam ich an einer Sack Gasse.

Ich hörte schritte, doch ich sah niemand.

Sophia, du wirst verrückt. Dachte ich mir.

Ich rannte wieder zurück zur Wohnung, schließlich hatte ich ja einen Job und musste mich fertig machen.

Nach dem Duschen glättete ich meine Haaren, ich schminkte mich und überdeckte die Bis spuren mit Puder.

Ich zog eine enge Jeansshorts und ein knappes Top mit ausschnitt an.

Der Abend zog sich, doch meine Gedanken waren Watte.

Ich spulte die Arbeit nur ab, automatisiert, wie ferngesteuert.

Sobald ich durfte, verließ ich die Bar und machte mich zu Fuß auf den Heimweg.

Der Himmel war tiefblau, fast schwarz, die Straßen ruhig.

Nur das leise Rauschen des Meeres begleitete meine Schritte.

Ich war müde, körperlich... aber innerlich hellwach.

Als ich die letzten Meter zur Veranda ging, blieb ich abrupt stehen.

Mein Herz rutschte in die Knie.

Er saß da.

Bequem

Gelassen

Als würde er dazugehören.

Dasselbe Schwarze Hemd. Dieselbe überhebliche Ruhe.

Seine Beine lässig übereinandergeschlagen, ein Glas Rotwein in der Hand.

Woher hatte er das?

„Hast du mich vermisst?“ Frage er, ohne aufzustehen. Seine Stimme war wie rauch.

Ich schluckte. „ Was... zur Hölle machst du auf meiner Veranda?“

Ich hasste, wie brüchig meine Stimme klang.

„Die Tür war offen.“ Sagte er. „ Außerdem ich war neugierig. Du hast mich nicht vergessen, stimmts?“

Ich antwortete nicht. Ich konnte nicht.

„Setz dich.“ Sagte er ruhig und klopfte neben sich auf das Kissen.

Mein Körper bewegte sich, bevor mein Verstand zustimmen konnte.

Ich setzte mich. Mit etwas Abstand.

Er sah mich lange an, sein Blick glitt langsam über mein Gesicht, meinen Hals... blieb kurz an der Stelle hängen, wo ich den Biss verdeckt hatte.

Ich zuckte unwillkürlich zusammen.

„Du hast es gespürt, nicht wahr?“

Seine Stimme war dunkler geworden, leiser.

„Die Verbindung. Sie lässt sich nicht mehr abstellen“

Ich schüttelte leicht den Kopf.

„Ich weiß nicht, wovon du redest“

Er lehnte sich naher.

„Oh doch. Dein Körper weiß es längst. Dein Herz... dein Blut.“

Ich fröstelte. Und gleichzeitig war da dieses andere Gefühl, das ich nicht aussprechen wollte.

Verlangen.

„Was bist du? "Flüsterte ich.

Ein Lächeln zuckte über seine Lippen.

„Nicht alles, was sich nach Albtraum anfühlt, ist einer. Manche Dinge sind süßer.“

Seine Hand berührte mein Knie, ganz leicht, fast beiläufig.

Aber meine Haut brannte an der Stelle.

Ich spürte die Hitze, das Knistern zwischen uns, dieses elektrische Spannung, die keine Luft mehr ließ.

„Du solltest gehen“, flüsterte ich, aber meine Stimme klang nicht überzeugend.

„Sag das nochmal“, murmelte er, und beugte sich näher.

Sein Atem war warm an meinem Hals.

So nah wie in meinem Traum.

Ich schloss die Augen, einen Moment lang, dann zog ich mich hastig zurück.

„Bitte“, mir kamen tränen in den Augen, ich hatte so ein großes verlangen nach ihm,

aber gleichzeitig hatte ich solche angst vor ihm.

Er sah mich an, ernst, und fast amüsiert.

Dann packte er mich an den Hüften und auf einmal saß ich auf ihm.

Er drückte meinen Kopf nach unten und küsste mich, seine vollen Lippen prallten auf meine.

Es war so leidenschaftlich so unreal, als wäre ich in Trance,

Er bewegte meine Hüften mit seinen starken Händen, so ergab sich eine Reibung und ich fing ihn an zu spüren,

wie er wächst, wie groß das er ist.

Angst und Lust vermischten sich, ich konnte auch nicht mehr aufhören ihn zu küssen.

Er hörte plötzlich auf.

Sah mich an, und auf einmal waren wir in meinem Bett.

Er auf mir, er rieb seine beule an mir doch zog mich nicht aus.

Ein leises wimmern entwischte mir.

„Willst du immer noch das ich gehe?“ Fragte er mich mit einer rauer Stimme.

„Nein... Geh nicht.“ Stöhnte ich leise.

Er hörte auf, und sah mich belustigt an.

Seine Augen färbten sich rot.

Und dann biss er mir in den Hals, er trank mein Blut.

Ich riss meine Augen auf und wimmerte unter ihm, wärmendem er mein Blut trank, knöpfte er mir langsam meine Schorts auf.

Er glitt mit seiner Hand unter mein Höschen und berührte mich, er fing an zu lachen.

„So feucht... Ach, ach Sophia...“

Er zog seine Hand raus, schaute mich mit seinen roten Augen an, und leckte sich die Finger, und auf einmal war er weg.

Ich atmete schnell, mein Herz klopfte wie wild.

Habe ich mir das eingebildet? Ich schaute mich um, mein Bett Lacken war voller Blut.

Ich stand auf und ging langsam zum Bad, meine Hose war noch geöffnet, ich sah mich im Spiegel an.

Mein Make-up, war verschmiert, aus meiner Wunde am Hals tropfte Blut. Sie brannte wie verrückt.

Das war Real.

„Schieße Sophia, du bist nicht verrückt, das passiert alles wirklich.“

Ich konnte mich nicht beruhigen, ich ging zum Strand runter, es war drei Uhr morgens, der Mond schien wie immer grell über dem Himmel.

Ich kämpfte mit meinen Gedanken. Was jetzt?

Ich musste mit jemanden darüber sprechen, ich konnte es nicht für mich behalten.

Ich entschloss mich Kosta anzurufen, aber was ist, wen dann diesem mysteriösen Mann was passiert?

Das wollte ich auch nicht. Ich ging wieder langsam die Treppe rauf, ich schloss alle Türen und Fenster.

Nicht, dass es ihn davon abhalten konnte in mein Häuschen rein zu kommen.

Doch so fühlte ich mich sicher... Wollte ich überhaupt sicher sein?

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