Bibliothek
Deutsch

Meine Schwiegermutter hat unsere Familie umgebracht. Von meinem Chef schwanger

28.0K · Vollendet
Mila Rebrova
39
Kapitel
309
Lesevolumen
9.0
Bewertungen

Zusammenfassung

— Mama, beim letzten Mal ging es ihr schlecht, bist du sicher, dass es wieder nötig ist? — Maxim, hör auf zu jammern! Das ist schon das dritte Mal. Wenn deine Frau in Mutterschutz geht, wer soll uns dann alle ernähren? — die Stimme der Schwiegermutter klang scharf und gereizt. — Ich bin Ärztin, ich weiß genau, welche Dosis ich geben muss, damit sie nicht zur Welt bringt. Geh und tu, was dir gesagt wurde! Diese Worte trafen mich völlig unvorbereitet. In einer Sekunde blieb meine Welt stehen. Mein geliebter Mann hatte zusammen mit seiner Mutter, einer Gynäkologin, mir bereits zum dritten Mal heimlich Medikamente verabreicht und damit mein lang ersehntes Kind getötet. Weil mein Geld ihnen wichtiger war als mein Traum, Mutter zu werden. Ich stellte sie nicht zur Rede. Ich packte einfach meine Sachen, ging und reichte die Scheidung ein, entschlossen, die Vergangenheit für immer hinter mir zu lassen. Und gerade als ich begann zu glauben, dass sich mein Leben wieder zum Besseren wendet, machte mir das Schicksal eine unerwartete Überraschung — eine Schwangerschaft. Nur ist der Vater meines Kindes mein Chef, Rustam Alijew. Jetzt habe ich keine Angst mehr. Jetzt werde ich bis zum Letzten für mein Kind kämpfen. Vom Autor: Aber wird ein Mann, der in strengen kaukasischen Traditionen erzogen wurde, mich und mein Kind akzeptieren können?

Prolog

— Mama, sie klagt schon wieder über schlechtes Wohlbefinden, — sagte Maxim leise, seine Stimme klang gereizt und zugleich besorgt. — Bist du sicher, dass du es diesmal nicht übertrieben hast?

— Hör auf, Maxim, — unterbrach ihn Tamara Pawlowna kalt und erbarmungslos. — Ich bin Ärztin, ich weiß, was ich tue. Das ist schon das dritte Mal. Wenn sie wieder schwanger wird, bleiben wir ohne Geld. Du weißt ganz genau, dass dein Gehalt lächerlich ist. Die Hypothek, die Medikamente, deine Schwester mit ihrem Kind — alles hängt nur von Anjas Gehalt ab. Also hör auf zu paniken und mische ihr weiter die Tabletten in den Tee, so wie wir es vereinbart haben.

— Mama, aber es waren doch schon zwei Fehlgeburten, — Maxims Stimme zitterte leicht, und ich hörte darin einen Hauch von Zweifel. — Ich mache mir nur Sorgen, dass sie vielleicht anfängt, etwas zu ahnen.

— Sie wird nichts herausfinden, wenn du dich nicht selbst seltsam benimmst, — antwortete die Schwiegermutter gereizt. — Bald wird sie einfach glauben, dass sie keine Kinder bekommen kann, und aufhören, es zu versuchen. Genau das brauchen wir.

Ich stand an der Tür, wie versteinert. Die Welt um mich herum brach zusammen, meine Beine gaben nach, und mein Atem stockte vor Schock und Schmerz. Ich konnte nicht glauben, was ich hörte. Mein Verstand weigerte sich, dieses grausame Gespräch zwischen Menschen zu akzeptieren, die ich so sehr liebte und als die mir Nächsten betrachtete. Besonders meine Schwiegermutter, Tamara Pawlowna, die ich immer wie eine zweite Mutter wahrgenommen hatte. Ihre kalte, gefühllose Stimme zerschmetterte mein Herz in Millionen Stücke.

Tränen liefen mir über die Wangen, und ich presste mir die Hand auf den Mund, um nicht vor Schmerz aufzuschreien. Mein Mann, mein geliebter Maxim — der Mensch, dem ich mehr vertraut hatte als allen anderen auf der Welt — tötete gemeinsam mit seiner eigenen Mutter kaltblütig unsere Kinder. Zwei Fehlgeburten, zwei Verluste, über die ich nachts geweint hatte, während ich mir selbst die Schuld gab für meine Schwäche und meine Unfähigkeit, Mutter zu werden. Und nun stellte sich heraus, dass sie mich die ganze Zeit nur benutzt hatten — mein Geld, mein Leben.

Nicht mehr in der Lage, hier zu stehen und dieses monströse Verrat weiter anzuhören, trat ich langsam und lautlos zurück und spürte, wie sich meine Seele in eine eisige Leere verwandelte.