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~Rückblende~
Glücklich kuschelte ich mich an Josh und schloss langsam meine Augen.
,,Lass uns morgen einen ruhigen Tag machen."
,,Wie kommst du den jetzt auf diese Idee?"
Ich versuchte so gut wie ich konnte zu ihm hoch zu schauen.
,,Wir haben soviel in letzter Zeit gearbeitet, da haben wir uns mal einen freien Tag verdient."
,,Da hast du recht."
~Rückblende Ende~
Ich drehte mich in meinen Bett hin und her und konnte einfach nicht einschlafen.
Warum viel es mir so schwer einzuschlafen?
War es, weil der Fremde Mann John hieß und der Name mit dem von Josh ähnelte?
Auf diese Fragen hatte ich keine Antwort.
Ich drehte mich auf den Rücken und schaute die Decke an.
Mein seufzen füllte das Zimmer.
~Rückblende~
Ich ging die Straße entlang, allein ohne Josh.
Ihm ging es nicht gut also bleib er zuhause und ruhte sich im Bett aus.
Nach einem langen Spaziergang kam ich zuhause an und schloss die Tür hinter mir.
,,Ich bin wieder da."
Keine Antwort.
,,Josh?"
Ein ungutes Gefühl überkam mich und ich lief schnell ins Schlafzimmer.
Josh lag dort regungslos.
,,Josh."
Ich ging zu ihm und rüttelte an ihm, aber erfolglos.
Schnell griff ich in meine Hosentasche und wählte die Nummer des Notrufs.
,,Notrufzentrale was ich kann ich für sie tun?"
,,Mein Freund Josh rührt sich nicht, bitte Sie müssen sich beeilen."
,,Wie ist ihr Name?"
,,Ju."
,,Gut hören Sie Ju wir schicken ein Krankenwagen zu ihnen, bleiben Sie bei ihren Freund."
,,Mach ich."
Ich legte auf und legte mich neben Josh ins Bett.
~Rückblende Ende~
Der Tag an dem ich Josh verloren hatte.
Der Krankenwagen war so schnell wie er konnte gekommen, aber für Josh war es schon zu spät gewesen.
Er starb in unseren Bett, neben mir.
Die Todesursache stand nicht fest und die Polizei wurde eingeschaltet.
Seit Joshs Todestag haben Sie sich nicht mehr gemeldet. Das Sie es noch tun bezweifelte ich sehr.
Noch immer konnte ich nicht schlafen.
Ich seufzte und beschloss wieder aufzustehen. Das ganze hin und her wälzen machte mich nur noch wacher als schläfrig.
Ich ging durch meine Wohnung und blieb an den Familienbilder stehen.
Meine Mutter, Josh und ich waren dort zusehen. Dieses Bild entstand vor 2 Jahren als meine Mutter noch bei uns wohnte.
Das nächste Bild zeigte wieder meine Mutter, Josh und mich. Meine Mutter saß im Rollstuhl und wir knieten neben ihr.
Als die Sache mit Josh war konnte ich nicht mehr zu meiner Mutter gehen.
Wochen hatte ich mich nicht mehr aus meinen Bett bewegt und weinte den ganzen Tag. Ich hatte dunkle Augenringe gehabt und wollte keine Hilfe annehmen, aber Lilly hielt nicht still und blieb fast jeden Tag bei mir.
Mein Blick ging zu meiner Küche und Erinnerungen kamen auf.
~Rückblende~
,,Es ist so toll das wir diese Wohnung bekommen haben."
,,Und wie endlich können wir uns mehr breit machen."
Ich schlug Josh liebevoll am Arm.
,,Aua."
Er schmollte kurz und zog mich an sich.
,,Ich liebe dich Ju."
,,Ich dich auch."
Er küsste mich liebevoll und schloss die Tür zu unserer neuen Wohnung auf.
Wir gingen jeden Raum durch bis wir zu der Küche kamen.
,,Welche Farbe nehmen wir am besten für die Küche?"
,,Weiß."
,,Also wird unsere Küchenfarbe wie jede andere auch sein, weiß."
,,Ja so sieht es aus."
Ich lächelte ihn einfach nur an und er musste lächelnd seinen Kopf schütteln.
~Rückblende Ende~
Langsam betrat ich die Küche und ging an den Kühlschrank.
Noch immer war dieser leer den Einkaufen war ich noch immer nicht.
Ich schloss den Kühlschrank und ging wieder ins Schlafzimmer.
Meine Zimmertür ließ ich offen und ging an meinen Kleiderschrank um mir frische Klamotten raus zu suchen.
Mit frischen Klamotten ging ich ins Badezimmer und stellte mich in die Dusche.
Das erfrischende warme Wasser prasselte auf meinen Körper hinab. Ich wusch mich von oben bis unten und stieg dann aus der Dusche wieder aus. Ich trocknete mich sorgfältig ab und zog meine frischen Klamotten an.
Mein Handtuch hing ich wieder an den Haken und verließ das Badezimmer.
Mein weg führte zu meiner Haustür.
Ich zog mir meine Schuhe und meine Jacke an.
Ohne zu wissen wo genau mich meine Beine hintragen ging ich einfach los.
Mein weg führte in den Park an den kleinen See.
Ich setzte mich ans Ufer und döste vor mich hin.
,,Der Mond ist das schönste von der Nacht, aber ihn im See zu sehen ist einfach nur magisch."
Ich zog meine Augenbrauen zusammen und drehte meinen Kopf zu der Stimme um.
,,Bild dir bitte nichts ein nur, weil dein Name den von Josh ähnelt."
John lächelte mich an und nickte.
,,Keine Sorge das werde ich nicht."
,,Gut so."
Mein Kopf drehte sich wieder zu dem See.
Im Augenwinkel nahm ich war wie John sich zu mir setzte.
,,Wie ist er gestorben?"
,,Keine Ahnung die Polizei wurde damals eingeschaltet, aber Sie haben sich nicht mehr gemeldet."
,,Das tut mir leid Ju."
,,Das muss es nicht, du kanntest ihn schließlich nicht."
,,Joshua Schiller 20 Jahre alt, er hat gerne Basketball gespielt und ging zweimal pro Woche ins Fitness Studio."
Verblüfft drehte ich meinen Kopf zu John um.
,,Woher weißt du das?"
John seufzte und drehte seinen Kopf nun auch zu mir.
,,Hat er dir jemals von seinen ehemaligen besten Freund erzählt?"
Ich versuchte mich daran zu erinnern.
~Rückblende~
,,Ju bevor wir in 1 Woche Heiraten muss ich dir etwas erzählen."
,,Okay."
Unsicher setzte ich mich zu ihm auf die Couch.
,,Kurz bevor wir uns kennen gelernt haben, da habe ich woanders gewohnt. Ich hatten einen besten Freund mit dem ich durch dick und dünn ging. Wir haben uns gegenseitig versprochen das wir uns schreiben. Am Anfang hat es geklappt, aber es wurde immer weniger und der Kontakt ist letztendlich komplett abgebrochen."
Erleichtert atmete ich aus.
,,Und ich dachte es sei was schlimmes."
,,Naja für mich war es schlimm, aber dann lernte ich dich kennen."
~Rückblende Ende~
,,Ja das hat er, aber er hat nie einen Namen genannt, warum?"
,,Weil ich dieser Freund war."
,,Wirklich?"
,,Ja und damals merkte ich schon das etwas mit ihm nicht stimmte, aber ich hätte nicht gedacht das er Schwul war."
,,Tja Dinge ändern und entwickeln sich."
Ich drehte meinen Kopf wieder zum See und beobachtete Nachdenklich das Wasser.
Was wohl wäre wenn Josh noch Leben würde?
Hätte er mir John vorgestellt?
Hätten Sie sich überhaupt erkannt?
All diese Fragen würden für immer unbeantwortet bleiben.
Plötzlich wie aus dem nichts klingelte mein Handy. Ich zog es aus meiner Hosentasche und schaute auf Display.
~Unbekannte Nummer~
Ich schaute die Nummer nur an und nahm nicht ab.
Wer ist es?
,,Ju? Willst du nicht abnehmen?"
,,Nein ich kenne diese Nummer nicht."
,,Dann geh ran und mach auf laut."
Ich drehte meinen Kopf zu John und sah ihn ungläubig an.
,,Spinnst du, ich kann doch da nicht einfach ran gehen."
,,Doch wer weiß, vielleicht ist es wichtig."
Kopfschüttelnd nahm ich ab und stellte auf Lautsprecher.
,,Hallo?"
