Kapitel 9
Wir standen auf einem großen Hügel, von dem man die ganze Stadt aus sah. Die vielen Lichter die in der Ferne aussahen wie kleine Punkte waren einfach wunderschön. Diese Stille hier war so schön und entspannend. Ich könnte hier ewig bleiben. "Gefällt es dir?" hörte ich Philipp neben mir fragen. Ich nickte stumm und sah weiter in die Ferne. "Hier gehe ich immer hin wenn ich nachdenken muss" sagte er und ging grade aus an den Rand des Hügels. Ich folgte ihm stumm und setzte mich neben ihn an die Kante. Wir sprachen eine Weile nicht. Es war seelenruhig. Doch nach einer Zeit sagte er "Es kann mit uns nichts werden" "Das würde nicht funktionieren" mit einem Seufzen.
Ich drehte meinen Kopf in seine Richtung und sah dass er weiter gerade aus in die Ferne starrte. "Wie meinst du das?"
flüsterte ich und schaute immer noch auf ihn. Er drehte sich zu mir und musterte mein Gesicht. Ein leichtes Lächeln lag
auf seinem Gesicht und er starrte mir in die Augen. Sein Blick huschte zwischen meinen Augen und Lippen hin und her und er kam mir immer näher. Ich schloss meine Augen und ließ seine weichen Lippen meine berühren. Der Kuss war so zart und voller Gefühle dass ich nicht anders konnte als einen kleinen Seufzer von mir zu geben. Ich spürte wie er in den Kuss reingrinste und langsam seine Lippen von meinen nahm. "Hat es dir so gefallen" fragte er siegessicher und nahm meine Hand. "Ich bin nicht gut für dich" "Ich würde dich in Gefahr bringen und dass kann ich nicht zu lassen" Sagte er währen sich seine Augen mit Tränen füllten, er sah so verletzlich aus und ich konnte nicht weiter stumm bleiben und fragte "in wie fern in Gefahr bringen?" Was soll mir den schon passieren?" Er sagte nichts weiter und stand auf. Ich tat es ihm gleich und schaute zu ihm hinauf da er einen Kopf größer als ich war. Er nahm mich an der Taille und drückte mich an sich. Er küsste mich noch einmal, aber diesmal fühlte es sich anders an. Es fühlte sich wie ein Abschied an. Ich legte meine Hände um seinen Nacken und führ ihm durch die Haare, ich merkte dass es ihm gefiel doch er löste sich von mir und sagte nur noch "Ich fahr dich nach Hause". Er stieg auf sein Bike und gab mir wieder seinen Helm. Ich zog ihn auf und setzte mich hinter ihn drauf. Meine Arme schlang ich wie auch auf der Hinfahrt schon um seine Hüfte und lehnte mich an ihn. Wir sausten wieder durch die Nacht und ich gab mich einfach diesem unbeschreiblich guten Gefühl hin und blendete alles andere einfach aus. Egal wie wichtig es war, ich wollte diesen Moment hier einfach genießen. Wir kamen nach einer Weile vor meinem Haus zum Stehen. Ich hab meinen Kopf hoch und stieg vom Motorrad. Er stieg ebenfalls ab und zog mir den Helm vom Kopf. Er schaute mich ein letztes Mal mit einem so gefühlvollen Blick an stieg dann auf sein Motorrad und raste davon in die Nacht. Ich schaute ihm noch eine Weile hinterher in der Hoffnung er würde noch einmal zurück kommen, doch dies tat er nicht. Mir schwirrten so viele Fragen durch den Kopf wie: Wieso würde es mit uns nicht gehen? Und was meinte er mit Gefahr? Ich war sichtlich verwirrt beschloss aber jetzt rein zu gehen. Plötzlich hörte ich ein Rascheln im Gebüsch. Es klang so als wäre darin jemand, ein Tier vielleicht doch es klang irgendwie komisch. Ich beschloss nicht nach zu schauen und gleich rein zu gehen. Meine Schuhe zog ich im Flur aus und ging die Treppe in mein Zimmer hinauf. Ich war so müde von dem heutigen Tag und legte mich ins Bett. Ich lag einfach nur da und verdaute den heutigen Tag. Mein Herz tat weh von den Worten die Philipp zu mir sagte. "Ich bin nicht gut für dich" hallte es immer und immer wieder durch meinen Kopf. Was sollte das bedeuten?
