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Abschied

Der Tag des Abschieds rückte näher, meist saß ich am See und weinte.

Ich wollte keinen sehen und hören.

Geschlafen habe ich kaum ich machte mir Gedanken wie es weitergehen sollte.

Die Zeit verging kaum.

Als eine Limousine vorfuhr,war es soweit.

Ich war erstaunt wieviele Menschen

gekommen waren. Der Pfarrer gab sich Mühe, tröstende Worte zu finden.

Der Weg zum Grab war eine Qual, Mum ließ mir den Vortritt, Roman hielt sich dezent zurück.

Längst waren alle gegangen, ich kniete im Regen vor dem Grab ,langsam wurde es dunkel.

"Deine Zeit ist gekommen mein Engel, du wirst durch die Hölle gehen, am Boden liegen aber am Ende wirst du das Glück finden " hörte ich jemanden sagen,drehte mich um, aber niemand war zu sehen.

Klitschnass machte ich mich auf den Heimweg, am Ausgang wartete Roman.Wir fuhren nach Haus.

Am nächsten Morgen packte ich meine Sachen, ich musste hier weg.

"Mum, Ben wird bei dir bleiben wir sehen uns in Chicago. "

Der Rückflug war angenehm, wieder daheim verkroch ich mich in meine Wohnung,irgenwann viel mir die Decke auf den Kopf, ich fuhr ins Cafe.

Lisa und Tim empfingen mich.

"Wenn wir dir helfen können? "

"Danke, lieb von euch, ich muss was tun, was liegt an? "

Lisa erklärte es mir ." genau das was ich jetzt brauchte.

Ich schnappte mir alles was ich brauchte, steckte meine Musik in die Ohren, volle Lautstärke und los ging's.

Schnell bemerkte Tim, das ich meine Wut an dem Pizzateig auslies, immer fester warf ich ihn auf den Tisch und hämmerte drauf.

Langsam bekam er Panik, wandte sich an Roman.

"Sie wird immer aggressiver, " sagte Tim zu ihm , der inzwischen in der Tür des Cafés stand.Er ließ mich machen, aber nur bis zu dem Punkt, wo er sah wie ich auf den Boden sank.

"Was machst du Engelchen, komm du brauchst Ruhe. "

"Ich will keine Ruhe,lass mich, das ist alles deine Schuld, ich will dich nie wiedersehen."Wütend schaute ich in die entsetzten Gesichter der Gäste.

"Raus hier alle, sofort, " schrie ich.

"Jetzt reichts, " Roman packte mich, warf mich über seine Schulter und schleppte mich in sein Büro.

"Wa.... ...

"Halt die Klappe," schrie er mich an.

Verdutzt sah ich ihn an.

"Schrei mich nocheinmal an, vergess nicht ein Fingerschnipp von mir und du bist weg vom Fenster"

"Ach ja sagt wer? Du etwa? Solang es nicht offiziell ist hast du nichts zu sagen Engelchen. "

Ich rannte aus dem Büro. Er hinterher.

"Dann nach ich es jetzt offiziell, treffen in drei Tagen hier in Chicago, und da das dein Revier ist gibt's du es weiter, ist das klar......Schatz? "

Die halbe Firma hörte zu, Lisa und Tim staunten Bauklötze.

"Charly, wenn du jetzt gehst, da.......

"Boah, zuviel schlechte Filme geschaut? Fick dich Mr Carter. "

"Schon vergessen? Mr Carter fickt dich. "

"Hast du das gehört, ich glaub das ja wohl nicht, " Tim war begeistert.

Wütend rauschte ich ab, ließ meine Wut an Romans Wagen aus, besser gesagt meiner, er hat ihn nie abgeholt.

"Lass gut sein, Charly, " Chris nahm mich in den Arm, meinen Kopf an seine Brust gelegt weinte ich bitterlich.

"Beruhige dich alles wird gut. "

"Nichts wird gut, mein Dad ist Tod, Roman ist ein Arsch und die Karre sieht jetzt Scheisse aus , heut ist ein wirklich beschissener Tag. "

"Ich fahr dich nach Haus, "Chris setzte mich in den Wagen und fuhr los.

"Danke fürs bringen, wie kommst du jetzt nach Haus? " fragte ich ihn.

"Ich wohn hier gleich ums Eck. " und weg war er.

Es war soweit,ich musste mich allen stellen,aufgeregt stand ich vor dem Saal.

"Das schaffst du schon"sagte ich zu mir. Einmal tief durchgeatmet ,die Türen öffneten sich.

Ich betrat den Saal, alle standen auf.

Keine Panik, ganz ruhig sagte meine innere Stimme zu mir?

"Wow,"hörte Roman jemand neben ihm sagen.

"Vergiss es Jack, sie gehört Mr Carter. "

"Wer sagt das? "

"Keiner, aber das Tattoo sagt alles. "

Roman schaute mich an, und entdeckte das große wunderschön geschriebene rote R auf meiner Schulter.

"Wie ihr alle wisst, trete ich , so wie es die Gesetze der "Familie" vorschreiben ,die Nachfolge meines Vaters an.

Es wird sich nichts ändern, ihr haltet euch an die Regeln, keine illegalen Geschäfte, kein Schutzgeld, haltet eure Reviere sauber und unterstützt die jenigen, die nicht soviel wie ihr haben.

Ab sofort erkläre ich Richard für Vogelfrei,wer weiß wo er ist Nachricht an mich, nur an mich, eure Kontaktperson wird Ben sein. Das gleich gilt für den Mörder meines Vaters.

Ich warf Roman einen tödlichen Blick zu.

"Wer meint sich nicht an die Regeln halten zu müssen, ist raus. "

"Umtrunk heut Abend im Club ."

Hocherhobenen Hauptes verließ ich den Saal.

Ich hörte Getuschel, machte mir nichts .

Zu Hause gönnte ich mir eine heiße Wanne. Das tat gut.

Langsam machte ich mich fertig für den Umtrunk.

Knielanges schwarzes Kleid, die Haare offen, das war's.

Als ich den Club betrat, wusste ich nicht das der Abend, der aufregenste

jemals wurde.

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