Kapitel 10
Demian kann es selber nicht fassen, das er gerade sein Versprechen an Alica gebrochen hat. Er schämt sich dafür, aber er will auch nicht dass ihr etwas geschieht. Bevor er zum Treffpunkt fährt, ruft er Kommissar Brevier an, um ihn zu informieren. Kurz vor den geplanten Zeitpunkt kommt er in der Halle an, dort stehen Boris, zwei Männer und der gefesselte Brian.
„Ja Hallo Demian, schön das du kommst.“
sagt Boris und geht auf ihn zu. Er durchsucht ihn nach Waffen oder Gegenstände mit dem er wen verletzen oder sogar umbringen könne. Findet jedoch nichts.
„Gut, dann stell ich dir deine neuen Kollegen vor, der Rechte ist Ivan Milos und der linke ist Achmed Truško. Sie werden mit dir zusammen die Aufträge erledigen.“
„Ok, ich mach es. Lass den Mann frei, er hat zu Hause eine Familie die auf ihn wartet.“
Boris zeigt zu seinen Fahrer er soll zu ihm kommen. Als er da ist meint er:
„Bring den Mann und seine Hunde nach Hause und dann hol mich hier ab.“
Der Fahrer nickt, schnappt sich Brian, setzt ihn in den Wagen und fährt Weg. Die vier anderen stellen sich um Demians Wagen und Boris holt eine Liste mit Namen, verschiedene Datums und Uhrzeiten heraus.
„Das sind eure Aufträge für diese Woche. Zahlt einer nicht, macht ihm Feuer unterm Hintern. Egal wie.“
Die beiden neuen nicken, doch Demian zögert.
„Was ist, verstehst du was nicht?“
fragt Boris und er meint:
„Nein, Boss alles gut.“
„Ok, na dann ran an die Arbeit.“
Der Fahrer kommt wieder zurück und holt Boris ab. Die anderen drei machen sich auf den Weg zu ihren ersten Auftrag. Demian ist mulmig zu Mute und er muss immer an Alica denken.
Die drei Männer kommen in einer Siedlung mit Einfamilienhäusern an. Demian sieht auf der Straße die Kinder Landhockey spielen und haben totalen Spaß dabei. Vor einem Haus am Ende der Straße, stellen sie das Auto ab, steigen aus und gehen zur Türe. Er läutet an und eine junge Frau öffnet sie.
„Ja bitte.“
„Hallo ist ihr Mann zu Hause.“
fragt Achmed, die Frau sieht die drei von oben bis unten an und fragt wer die drei sind.
„Wir sind alte Freunde von ihm und wollen mit ihm reden.“
sagt Demian als Ausrede.
„Schatz kommst du bitte mal.“
ruft die Frau und ein Mann in Demians Alter kommt zur Tür und erschreckt sich.
„Gehst du bitte zu den Kindern.“
sagt er und die Frau geht hinein. Er schließt die Türe und geht vor den drei in die Garage, damit keiner was mitbekommt.
„Unser Boss vermisst noch Geld von ihnen.“
sagt Achmed.
„Ich habe es nicht.“
meint der Mann. Ivan erwischt ihn und schmeißt ihn gegen die Kühlerhaube vom Auto.
„Jetzt hast du lange Zeit gehabt es zu besorgen und es ist nicht da.“
sagt Achmed und tritt den Mann der am Boden liegt.
„Ich werde es besorgen.“
„Du hast genau 2 Tage Zeit. Dann stehen wir wieder vor der Türe.“
sagt Ivan und tritt noch mal mit voller Wucht zu. Dann verlassen die drei die Garage und fahren zur nächsten Adresse auf der Liste. Diesmal ist es eine Frau, sie lassen Demian vor der Türe Wache schieben und er hört die Frau im inneren Schreien, doch kann nichts tun damit seine Tarnung nicht auffliegt. Nach einer Weile kommen die zwei wieder heraus und gehen zum Auto. Einer der beiden schließt auf den Weg seinen Reißverschluss der Hose.
„Das ist nicht euer Ernst.“
meint Demian.
„Was geht dich das an, die Hure hat es gewollt.“
sagt Achmed und die drei steigen ein. So gegen 18 Uhr kommt Demian nach Hause und ruft als erster Brevier an und berichtet ihn über das Vorgefallene. Doch ihm lässt es keine Ruhe und er will mit Alica reden, deshalb macht er sich auf den Weg zu ihr. Er bleibt vor dem Haus stehen und sieht zum Balkon hoch in der Hoffnung Alica würde herauskommen, doch sie tut es nicht. Deshalb geht er zur Eingangstür, wo er Glück hat das eine Nachbarin von Alica herauskommt und die Türe aufhält. Er bedankt sich und geht die fünf Stufen zu Alicas Türe. Wo er einmal tief durchatmet und dann anläutet. Als die Türe geöffnet wird, steht ein Junge in Alter von 8 Jahren vor ihm, der sich erschreckt hat:
„Hallo! Du brauchst dich nicht erschrecken. Ist deine Mama da?“
„Mama!“
schreit Noel und Alica sieht um die Ecke und fragt was los ist. Doch als sie Demian erkennt, kommt sie zur Türe und sagt Noel er solle zu seiner Schwester gehen. Der Junge verschwindet ins Zimmer und schließt die Tür. Alica meint verwundert:
„Was machst den du hier?“
„Ich war gerade in der Nähe und wollte dich sehen.“
„Ach. Jetzt hast du mich gesehen, dann kannst du wieder gehen.“
„Alica, was ist los?“
„Was los ist? Glaubst du echt ich bin blöd oder so.“
„Nein, warum?“
„Du denkst nur an dich, so wie es aussieht.“
„Alica bitte sag mir was dein Problem ist.“
„Mein Problem ist es das du mich belogen hast, als ich dich gefragt habe, ob du mit Boris Kontakt hast und ich habe dir vertraut.“
„Ich hab dir die Wahrheit gesagt.“
„Die Wahrheit, das nennst du Wahrheit. Na super. Ich hätte es dir abgekauft wenn mich heute Nacht nicht Brian angerufen hätte und mir erzählt hätte, dass ein gewisser Herr Namens Demian, seine Schulden beglichen hätte indem er wieder für Boris arbeitet. Also was soll das Ganze?“
„Alica, bitte können wir das drinnen bereden. Es ist wichtig, ich will dir was erzählen.“
„Nein, deine Lügen kannst du wenn anders erzählen, nicht mir.“
sagt Alica und macht die Türe vor seiner Nase zu. Sie setzt sich hinter die geschlossene Türe und hört noch wie Demian sagt:
„Bitte Alica. Ich muss mit dir reden.“
dann hört sie wie er die Treppe hinunter geht. Demian geht zu seinem Auto, steigt ein und sieht noch mal zum Balkon hoch, doch erblickt er sie dort nicht. Während Demian nach Hause fährt und überlegt was er tun kann, sitzt Alica noch immer an der Türe und sieht wie ihre Kinder Noel und Zoe aus ihren Zimmer kommen und fragen was der Mann wollte. „Nichts, alles in Ordnung ihr Süßen. So jetzt geht ihr aber schnell in die Badewanne. Hop Hop.“ Die beiden laufen vor ihr ins Badezimmer und Zoe versucht sich in Laufen auszuziehen und fällt um. Alica hilft ihr auf und geht ihnen nach. Während die beiden in der Badewanne plantschen, geht Alica auf den Balkon um eine zu Rauchen. Gerade als sie ihre Zigarette angezündet hat vibriert ihr Handy, eine SMS von Demian. Alica liest sich die Nachricht durch. „Hallo meine Süße. Du willst mir nicht zu hören ist Ok. Dann sag ich es dir eben auf diese Weise. Du musst mir aber versprechen, diese Nachricht sofort zu löschen und keinen etwas sagen. Ich arbeite nicht freiwillig für Boris. Ich bin ein Spitzel für die Polizei und deswegen bin ich auf Bewährung draußen. Ich weiß, ich hätte es dir gleich sagen müssen, aber ich konnte nicht. Da ich dich nicht in diese Sache reinziehen wollte. Bitte verzeih mir, für die Lügen. Ich hab dich lieb. D.“ . Was glaubt der Typ sich eigentlich, welche Ausreden hat er noch auf Lager, denkt sie sich, raucht aus und macht ihre Kinder bettfertig. Als die beiden in den Kissen schlummern, setzt sie sich mit einen Glas Wein auf den Balkon und bewundert den Sonnenuntergang.
