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8/ Ohne ihn ist es besser

Ich schaute mich um und entdeckte 10, 500-Scheine auf dem Boden mitten im Nirgendwo.

Poah-

Waren die etwa echt.

Womit verdiente er sein Geld überhaupt?

Plötzlich hörte ich es klingeln.

Es hörte sich nach meinem einzigarten "Bonbon"- Klingelton an. Ich durchsuchte meine Taschen und fand mein Handy in meiner rechten Hosentasche hinten.

Ein Name erleuchtete das Display meines Handys.

Es war Lenora.

Bei dem Gedanken, dass ausgerechnet sie mich anrief, runzelte ich die Stirn.

Wieso sollte sie mich auch anrufen?

Ich hatte ihr doch schon gesagt, dass ich keine Lust mehr darauf hatte, mich mit ihr zu unterhalten-

Naja, irgendwie konnte sie auch nichts dafür, jedoch wollte ich Freunde, die ich von der Arbeit kamen, vermeiden. Am besten waren natürlich gar keine Freunde.

So wie ich das gerade hatte.

Pff.

Nach langem Überlegen, sowie schon zweifaches Klingen von Lenora, nahm ich schließlich an.

"Hallo?" Lenoras weiche und engelsgleiche Stimme kam mir am Handy entgegen und ich bekam ein leichtes Gefühl von Sicherheit.

Aber nur ein leichtes.

"Lenora?", flüsterte ich verwirrt ihren Namen.

Wieso ich ihn flüsterte, wusste ich auch nicht so genau.

"Oh mein Gott, Madison!", stieß sie schließlich erleichtert aus. "Ich bin so froh, dass du endlich dran gehst! Ich hab dich schon 21 Male angerufen, glaube ich. Oder waren es 22? Oder auch nur 20...?", überlegte sie laut.

"Was willst du von mir?", entgegnete ich ihr genervt. "Ähm...Naja...Du warst schon 3 Tage nicht mehr bei der Arbeit und Theodor meinte, dass du ihm meistens Bescheid sagst wenn du krank bist...Geht's dir gut? W bist du gerade?? Soll ich zu dir kommen?..."

Ach du scheiße, wie lange wollte sie michh bitte noch mit Fragen zutexten?

"Junge, chill mal. Mir geht's gut." Kurz machte ich eine Pause, bevor ich weitersprach. "Nur...Ich bin gerade nicht Zuhause und...Ich war nicht auf der Arbeit...Weil....weil...", versuchte ich weiterzusprechen, jedoch gelang mir das nicht so schnell.

Ich hatte überhaupt nicht darüber nachgedacht, was ich für eine Ausrede dafür ausdenken sollte, um nicht auf die Arbeit zu gehen.

Fuck.

"Oh mein Gott!", schrie Lenora, als ob ihr gerade etwas einfiel. "Bist du etwa schwanger?", flüsterte sie und ich musste lächeln.

Wie kam sie bitte auf diese Scheiße?

"Ähm...nein?", lachte ich laut.

"Ich würde dreifach verhüten, nur um nicht schwanger zu werden!"

Ich hörte ein leises Kichern.

"Wo bist du gerade, Madi??"

"Ouuhh, ein neuer Spitzname?", fragte ich überrascht. "Ich bin gerade...Ähm...Ich weiß nicht so genau. Ich bin gerade auf irgendeiner Straßenseite mitten im Nirgendwo." Ich schaute mich neugierig um.

Aber das einzige was sich um mich herum befand, war eine Straße und irgendwelche Wälder.

Und Scheine.

Auf dem Boden.

Von Kaden.

Sollte ich sie aufheben?

Bestimmt, oder?

Ich meine, Geld schmeißt man doch nicht weg!

"Wie, du weißt nicht wo du bist?!"

"Ach keine Ahnung! Irgendein Spasti hat mich hierhergefahren, abgesetzt und ist weitergefahren."

"Was ein kleiner Hurensohn.", hörte ich sie flüstern, als wäre es illegal so etwas zu sagen.

"Jap, das denke ich auch."

"Soll ich dich abholen?", fragte sie schließlich.

Ich atmete ein und wieder aus.

Ob ich wollte, dass sie mich abholt?

Hm.

Sie wusste ja noch nicht einmal, wo ich mich befand.

"Wie willst du herausfinden, wo ich bin?", überlegte ich etwas laut.

"Ach, das ist kein Problem. Das schaffe ich. Nur...willst du, dass ich dich abhole...?"

Kurz überlegte ich, entschied mich aber am Ende für ein "Ja.".

Nur um Kaden zu zeigen, dass ich auch ohne ihn klar kam.

"Ja. Hol mich ab. Wie auch immer das anstellen willst.", gab ich entschlossen von mir.

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