Bibliothek
Deutsch
Kapitel
Einstellungen

Kapitel 4

Heute gehe ich endlich mit Sophie feiern, weil heute endlich Freitag ist. Mit Logan habe ich gar nicht mehr geredet, weil er auch die ganze Zeit mit dem Mädchen rumgemacht hat und ich nicht wieder Stress mit ihr will.

Ich stehe auf, weil ja leider nochmal Schule ist. Meine einzige Motivation war die Party heute. Ich ging zum Kleiderschrank und zog mir eine schwarze Leggings und ein Tshirt an. Die Haare machte ich mir so wie immer und ich schminkte mich noch leicht.

Als ich nach unten ging, hörte ich schon, wie meine nervige, dumme Schwester schon telefonierte. Ich ging so schnell wie es ging aus dem Haus und ging Richtung Auto. Den Autoschlüssel habe ich wieder bekommen, weil ich mich entschuldigen musste.

Bevor ich einstieg, schaute ich aber noch zu Logans Haus. Sein Auto war schon weg. Wieso gucke ich überhaupt dort hin? Mit vollgas fuhr ich los und meine Musik war sehr laut. Als ich in der Schule ankam, musste ich mir erst einen Parkplatz suchen. Es war viel zu voll hier. Irgendwann fand ich endlich einen Parkplatz und stieg aus.

,,Hey Madison" kam Sophie zu mir gerannt. ,,Hey Sophie. Steht es immer noch mit der Party heute?" fragte ich grinsend. ,,Na klar. Was denkst du denn?" lächelte sie. Wir redeten noch über Gott und die Welt und in Mathe will ich mich jetzt zu ihr setzen. Von Logan will ich mich ja sowieso fernhalten.

Wir gingen zusammen in die Klasse und mein Blick schweifte automatisch zu Logan. Man, wieso mache ich das heute so oft? Ich sah, wie er sich mit anderen Jungs unterhielt und bemerkte dann, dass er meinen Blick bemerkt hat. Scheiße, ist das jetzt dumm.

Er sah mich grinsend an und redete dann weiter.

Ich ging zu Sophies Platz und dann fing es auch schon an zu klingeln.

Der Unterricht begann und ich war heimlich am Handy bis ich einen Anruf von meinen Vater bekam. Was ist denn jetzt los? Sie rufen mich doch nie an.

Ich hatte auf einmal ein schlechtes Gefühl im Magen und stand plötzlich ruckartig auf.

Ich bemerkte viele Blicke auf mir, aber es interessierte mich nicht. Sofort nahm ich den Anruf an und ging ohne ein Wort zu sagen raus.

„Hallo Vater? Was ist denn?"  fragte ich leicht zitternd.

„Komm sofort ins Krankenhaus. Deine Mutter und deine Schwester hatten einen schlimmen Unfall" sagte mein Vater verzweifelt.

„Was? Was ist denn passiert und geht es ihnen gut?" fragte ich sofort panisch.

„Komm einfach her" sagte noch mein Vater bevor er auflegt.

Ich fuhr so schnell es geht ins Krankenhaus. Als ich da war, sah ich schon meinen Vater da sitzen. Er sah so schwach und traurig aus.

,,Was genau ist passiert?" fragte ich. ,,Sie hatten einen Unfall, aber sie haben es überlebt. Deine Mutter ist schon aufgewacht, aber sie darf keinen Beuch erhalten." ,,Okay" sagte ich dazu. ,,Mehr hast du nicht zu sagen? Was bist du für eine Tochter und Schwester. Du hast ja gar keine Gefühle" sagte er plötzlich voller Wut. ,, Ganz ehrlich? Rate mal, warum ich so bin? Ihr wollt mich doch gar nicht und ich bin euch sowas von egal. Wäre mir das passiert, hätte es euch gar nicht interessiert. Ihr hättet einfach weiter gearbeitet. Sei froh, dass ich überhaupt gekommen bin. Weißt du was? Ihr seid mir genauso egal geworden. Ich hasse euch dafür. Ihr habt nicht nur eine Tochter" schrie ich mit Tränen in den Augen.

Er reagierte gar nicht drauf und weinend ging ich aus dem scheiß Krankenhaus. Ich hasse dieses scheiß Leben. Ich hasse meine Eltern und meine Schwester. Ich hasse einfach Alles!

Voller Wut fuhr ich so schnell, wie es ging. Früher in New York fuhr ich auch Autorennen. Natürlich war das illegal, aber ich fühlte mich danach so befreit und das Geld davon war auch nicht gerade wenig. Ich muss hier mehr Kontakte haben, dann kann ich das wieder machen.

Ich fuhr nach Hause. Zur Schule kann ich jetzt nicht mehr. Ich fahre heute trotzdem feiern. Als ich auf mein Handy schaute, sah ich eine Nachricht von Sophie; ,,Hey Madi. Ich hoffe, du kommst heute trotzdem. Du warst ja auf einmal weg. Ist alles gut?" ,,Ich komme heute. Hatte nur Stress, mach dir keine Sorgen" schrieb ich ihr zurück. Ich rede nie über meine Gefühle. Das sind meine Probleme und nicht die, der anderen.

Ich suchte mir schonmal ein Kleid für heute Abend raus und dazu passende Schuhe. Ich packte in die Tasche noch Zigaretten und Geld. Für heute bin ich schon bereit. Auf Netflix schaute ich noch meine Serie und dann bemerkte ich, dass es gleich soweit ist...

Laden Sie die App herunter, um die Belohnung zu erhalten
Scannen Sie den QR-Code, um die Hinovel-App herunterzuladen.