Kapitel 1
„Madison! Steh endlich auf. Die ganzen Umzugskisten sind schon fast in Los Angeles."
rief meine Mum von unten.
Bevor der langweilige Alltag losgeht, möchte ich mich mal kurz vorstellen.
Ich heiße Madison Watson. Ich bin 16 Jahre alt, habe eine 15 Jährige Schwester, die ich nicht leiden kann, was auf Gegenseitigkeit beruht. Ich bin natürlich das schwarze Schwarz in der Familie und meine Schwester der kleine Engel.
Sie spielt Instrumente, ist sehr begabt und ist sehr gut in der Schule, und ich? Ich gehe gerne auf Partys, betrinke mich gerne, rauche und baue natürlich umso mehr scheiße.
Meine Haare sind glatt und einfach nur dunkelbraun. Meine Augen sind grün-grau.
Ach, ich hab's fast vergessen, sportlich bin ich auch, aber das ist wohl das einzige, was ich kann.
„Ich komme doch jetzt" schrie ich im Halbschlaf.
Müde streckte ich mich aus und stand auf.
Sofort spürte ich, wie die kuschlige Wärme wegging.
Ich bekam eine leichte Gänsehaut.
Heute ziehe ich von New York nach Los Angeles.
Ich hatte sowieso nicht viele Freunde, weil mich alle ausgenutzt haben, da ich viel Geld habe.
Nur wer viel Geld hat, wurde hier akzeptiert.
Traurig, aber leider wahr.
Ich hoffe, dass da alles anders wird. Schon immer habe ich Menschen ungern an mich heran gelassen.
„Komm doch mal jetzt Madison" sagte meine Schwester genervt.
Die Haare bürstete ich schnell und dann schminkte ich mich noch leicht.
Ich zog mir eine blaue Highwaist Shorts an und ein schwarzes Tshirt.
Dazu meine schwarzen Nike Schuhe und ich ging runter.
Meine Eltern musterten mich streng und gingen zum Auto. Ich ging stumm hinterher und stieg aber bei mir ins Auto ein. Ein schöner, matter, schwarzer Mercedes Benz. Mein Baby.
Ich fahre selbstständig nach Los Angeles. Zum Glück gibt es einen Navigator. Mit meinen Eltern hätte ich es keine Sekunde ausgehalten.
Ich fuhr los und machte meine Rap Musik an.
Es war eine richtig lange Fahrt und ich genoss es.
42 Stunden Fahrt ist nicht wenig.
Ich machte zwischendurch Halt und schlief ein paar Stunden.
Nach 42 Stunden bin ich endlich angekommen.
Ich musste nur noch die Straße finden und fertig.
Als ich ankam sah ich eine große Villa.
Die sollen mal nicht übertreiben. Wir sind insgesamt nur 4 Personen.
Außerdem sind meine Eltern doch sowieso fast nie da und meine Schwester ist auch immer weg.
Also mathematisch gerechnet ist das meine Villa.
Yes.
Ich sah schon das Auto von meinen Eltern. Toll. Die sind schon da.
Ich stieg aus und stand vor der Haustüre.
Die Tür war auch offen.
Neu hergezogen und schon kann man einbrechen.
Wow.
Ich blickte rein und sah ein großes Wohnzimmer.
„Auch mal angekommen" sagte mein Vater plötzlich.
„Joa" sagte ich nur.
„Dein Zimmer ist oben links. Richte es dir ein" sagte er.
Ich nickte nur und lief die Treppen hoch.
Als ich reinkam, sah ich ein großes Zimmer mit Strand Ausblick.
Nice.
Die Wände waren grau und mein Bett war weiß.
Meine Möbel sind auch weiß gehalten.
Es sah sehr gemütlich aus, aber ich will jetzt lieber Los Angeles erkunden.
Ich ging nach unten und meine Mutter stoppte mich.
„Warte mal Madison. Ich habe hier einen Kuchen gebacken. Gib das mal bitte deinen neuen Nachbarn"
Ich stöhnte genervt auf und nahm den Kuchen ihr aber ab.
Ich ging zum Haus gegenüber. Eher zur Villa.
An der Klingel stand „Montgomery"
Oh Gott. Das ist mir so unangenehm. Wie lächerlich ist das denn.
Als ich auf die Klingel drückte, hörte ich auch schon schnell eine Stimme.
Als die Tür geöffnet wurde stockte mir der Atmen.
Ich blickte in hellgrünen Augen und musterte mir die Person.
Es war ein Junge, ich schätze ungefähr 17 Jahre alt.
Er ist gut gebaut und sah sehr gut aus.
Seine Haare sind dunkelbraun, fast schwarz.
Seine Haare waren gestylt und man konnte seine Muskeln gut durch sein Tshirt erkennen.
Ein räuspern unterbrach mich beim sabbern.
„Was willst du Schönheit hier?" sagte der Unbekannte Junge.
„Ehh. Eh-m Kuchen bringen"
Scheiße. Habe ich das gerade wirklich gesagt? Wie dumm klingt das bitte. Kuchen bringen? Echt jetzt Madison. Ich hätte mir am liebsten selber ins Gesicht geschlagen.
Kann das bitte jemand machen? Danke!
„Kuchen bringen also?" fragte er grinsend.
„Ich wohne gegenüber und meine Mutter hat verlangt, dass ich ihre Sklavin spiele" sagte ich schmunzelt.
„Also hast du ihn leider nicht für mich alleine gebacken?" sagte er scherzend.
„Nein, aber ich habe ein bisschen Gift reingetan. Also falls es dir nichts ausmacht, kannst du gerne zuerst probieren" lachte ich leicht.
„Bro. Was brauchst du denn so lange?" sprach eine Stimme dahinter.
„Hier ist gerade Mädchenbesuch für mich. Sie wollte gerade mit mir ins Zimmer gehen und zeigen, wie man mein Bett komplett zerstört.." sagte er pervers.
Schockiert guckte ich ihn an. War das gerade sein Ernst. Aus Reflex nahm ich den Kuchen mit Schwung in die Hand und klatsche es ihn ins Gesicht.
Das hat der jetzt davon.
Ich musste mir vor lachen den Bauch festhalten und ging denn einfach zügig davon.
„Das bekommst du zurück, kleine" schrie er mir hinterher.
Ich drehte mich um und streckte nur noch die Zunge aus.
Er schaute mir noch hinterher und dann stieg ich auch schon ins Auto.
