
Zusammenfassung
Mit einer Berührungsangst zu leben erschwert das Leben um einiges, aber niemand hat mit diesem Verlauf des Lebens von Jake gerechnet.
Kapitel 1
"Kannst du bitte einfach gehen?", fragte ich den blonden genervt, welcher auf den Namen Yannis hörte. "Wieso sollte ich?", fragte er mich, was schon seit locker eine Stunde so ging.
Egal was ich ihn fragte, er antwortete einfach nur mit Wieso sollte ich? , zumindest wenn sich ihm dies anbot.
"Weil ich dich schon zum hundertsten mal darum bitte!", stöhnte ich genervt. "Hm...ne, macht Spaß dir auf die Nerven zu gehen", grinste er und kam meinem Gesicht etwas näher, einfach nur um mich zu provozieren.
An dieser Stelle sollte ich vielleicht erwähnen, dass wir uns gegenüber saßen. Es war gerade kurz vor Schulschluss und weil wir sowieso nur noch zwei Wochen Schule hatten bevor wir die 10. Klasse beenden würden, saßen wir in der letzten Stunde draußen auf dem Schulhof.
"Verpiss dich Mal von mir!", sagte ich sauer und drückte ihn mit meinem, mit meinem Pullover überzogenen Arm weg.
"Du wirst mich nicht los, du bist der einzige hier den man provozieren kann wo es auch lustig ist!", meinte er dann. "Nur zu schade, dass die Schule in zwei Wochen endet", ließ ich die Ironie aus mir sprechen und schmollte gespielt. "In diesen zwei Wochen kann noch viel passieren Jake Pade, du verliebst dich in mich und wir adoptieren kleine Mädchen!", grinste er und zwinkerte.
Gott wie ich diesen Typen hasste!
"Alter, zum fucking letzten Mal, ich bin weder Schwul, noch Gründe ich irgendwelche Familien mit irgendwem! Außerdem sind du und ich noch nicht Mal Freunde, dabei kennen wir uns seit der 5. Klasse, Spinner!", spottete ich über ihn und wollte gehen, jedoch hielt er mich am nackten Arm fest, weswegen ich mich schnell versuchte von ihm zu lösen.
"Arschloch!", zischte ich, als ich mich losreißen konnte und rieb mir die soeben berührte Stelle. "Du rennst doch im Sommer rum als wenn wir Winter hätten, da nennst du mich Spinner?", sprach er dann noch Mal an und lachte leicht. "Ich habe meine Gründe", meinte ich, und dabei log ich nicht Mal.
Denn eigentlich hasste ich Berührungen wie die Pest, wodurch sich dann auch irgendwann der Hass auf Menschen bildete, da mich viele wegen meiner Berührungsängste beleidigten oder extra provozierten, so, wie dieses blonde Arschloch hier.
"Lässt du mich jetzt endlich nach Hause gehen?", fragte ich Yannis genervt, welcher immer weiter und weiter auf mich einredete.
"Geh doch, ich weiß eh wo du wohnst", zwinkerte er. "Du hast sie nicht mehr alle!", seufzte ich und ging nach Hause als wir die Erlaubnis dazu hatten.
"Mama?", fragte ich Zuhause angekommen in die Küche rein. Als ich meine Mutter am Herd stehen sah, setzte ich mich an den Esstisch und sah ihr zu.
"Was gibt's?", fragte sie mich und drehte sich kurz zu mir um. "Können wir mir vielleicht doch einen Termin bei diesem Hypnose-Typen machen?", fragte ich sie gerade heraus und seufzte. "Wieso dass denn plötzlich?", stellte sie mir eine Gegenfrage und setzte sich mir am Tisch gegenüber. "Es regt mich einfach nur noch auf", meinte ich.
"Es...ist aber nicht zufällig Yannis?", fragte sie weiter und sah mich schief an. "Meistzeitig. Ich hab ihm immer und immer wieder gesagt, dass er mich in Ruhe lassen soll und mich nicht anfassen soll, aber er amüsiert sich dran! Ich will ihm den Spaß endlich nehmen...und mir auch mit der Therapie helfen", klärte ich sie auf.
"Uhm...ja, ich mach mal einen Termin aus", meinte meine Mutter und kam zu mir, sie wollte mich irgendwie berühren, jedoch merkte sie selbst was sie da versuchte und hielt inne.
"Sorry", gab sie nur leise dazu und verließ die Küche. Angestrengt seufzte ich und legte mir meine Hand an meine Stirn, bis mir dann wer schrieb. Wie üblich auch hoffte ich, dass es nicht Yannis war, doch genau er war es. Ich konnte ihn zwar blockieren, aber ich hatte bisher noch niemanden blockiert und so sollte es auch bleiben, egal wie sehr die Person manchmal nerven konnte.
Ist ja gut, tut mir leid :/