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2 Monate vergingen und die Polizei hatte John vernommen, aber da er ein Alibi für die Tat hatte ließen sie ihn wieder frei.
Die Angst das Kai oder mir auch etwas zu stoßen könnte war groß, weshalb ich nicht mehr aus Kais Wohnung ging.
Ich blieb den ganzen Tag drinnen, während Kai Einkaufen ging oder mit Luca spazieren war. Im Gegensatz zu mir hatte er keine Angst.
Lillys Tot hatte mich sehr mitgenommen wie bei Joshs tot habe ich abgenommen.
Kai zwang mich täglich zu essen, aber auch er wusste das ich keinerlei Appetit mehr besaß.
Auch gerade saß ich vor dem Teller mit den Nudeln. Kai aß seine Nudeln, aber als er zu mir schaute sah er wie ich nur davor saß und die Nudeln nur anschaute.
Er stand auf und setzte sich neben mich. Die Gabel die ich eigentlich in der Hand haben sollte nahm Kai in die Hand und gabelte ein paar Nudeln auf.
Die volle Gabel hielt er mir vor dem Mund, aber ich machte ihn nicht auf.
,,Ju mach bitte den Mund auf."
Ich schüttelte nur den Kopf.
,,Ju bitte."
Ich drehte meinen Kopf zu ihm und schaute ihn ernst an.
,,Warum sollte ich, es gibt doch kein Grund mehr zu leben. Meine große Liebe ist gestorben, meine beste Freundin ist gestorben also nenne mir einen Grund warum ich essen sollte."
Er schien zu überlegen und somit stand meine Entscheidung fest.
,,Siehst du es gibt keinen Grund."
Mein Kopf drehte sich wieder zurück.
,,Und ich? Bin ich es nicht wert am Leben zu bleiben Ju?"
Seine Stimme war ruhig und ich drehte mich wieder zu ihm um. Ich musste tatsächlich zugeben das ich daran gar nicht wirklich gedacht hatte.
,,Wert bist du es, aber die Angst das ich dich auch an den Täter verliere ist einfach zu groß. Ich habe nur noch meine Mutter und dich."
,,Dann lass mich dir helfen Ju."
,,Okay, aber wenn du auch tot bist werde ich mir das Leben nehmen, denn dann habe ich niemanden mehr."
,,Und deine Mutter?"
,,Sie ist in guten Händen."
Kai hielt mir die Gabel wieder vor den Mund und diesmal machte ich den Mund auf. Er lächelte kurz und ich schaffte es einen halben Teller zu essen.
Kai gab mir einen Kuss auf die Stirn und brachte die Teller raus. Ich stand einfach nur auf und ging ins Schlafzimmer.
Es dauerte noch etwas bis Kai ins Zimmer kam und sich hinter mich legte. Sein Arm legte er um meine Hüfte, aber ich nahm seine Hand in meine und zog sie zu mir an meine Brust.
,,Der Täter wird mich nicht bekommen das verspreche ich dir."
,,Verspreche nicht zu früh was du, vielleicht nicht halten kannst."
,,Ich kann es halten das verspreche ich dir."
Kurz musste ich lächeln und zog ihn noch näher an mich.
Nach dem kleinen Mittagsschlaf wachte ich auf und stand langsam auf.
,,Mmm Ju wo willst du hin?"
,,Auf die Toilette und dann-"
,,Kommst du wieder ins Bett, bitte."
Ich atmete tief aus und nickte dann.
,,Na gut ich bin gleich wieder da."
Ich beeilte mich auf der Toilette und lief dann wieder ins Schlafzimmer.
,,Ju?"
,,Ich bin da."
Langsam legte ich mich neben ihn und er schlang sofort seine Arme um mich.
,,Nie wieder werde ich dich loslassen."
,,Wenn ich, aber auf die Toilette muss dann lass mich bitte los."
,,Nur ausnahmsweise."
,,Du bist, aber gnädig mit mir."
,,Mit dir immer."
Seine Arme verstärkten sich um mich und ich versuchte mich zu ihm umzudrehen was mir auch gelang.
Er zog mich näher zu sich und schaute mir nur in die Augen.
,,Ich werde heute hier bei dir bleiben."
,,Und was ist mit deiner Arbeit?"
,,Ich habe schon mit meinen Chef gesprochen und er hat es mir ermöglicht das ich von zu Hause Arbeiten kann."
,,Das ist doch toll."
,,Das ist es auch, ich kann dich beschützen und gleichzeitig aufpassen das du etwas isst und nicht versuchst dich umzubringen."
,,Ich bringe mich erst um wenn du nicht mehr da bist."
,,Schön zu hören, aber trotzdem werde ich auf dich aufpassen wie ich es noch nie gemacht habe."
,,Dann brauche ich mir keine Sorgen machen."
,,Mach dir lieber Sorgen das du immer mit mir in einen Raum sein wirst."
,,Das sollte kein Problem sein."
,,Das glaubst du."
,,Ja ich glaube vieles, aber nicht alles."
,,Ich liebe dich Ju."
Perplext schaute ich an.
