Kapitel 4
Alica schlendert langsam zum vereinbarten Treffpunkt und kommt 10 Minuten verspätet an. Brian wartet schon, als er sie sieht, steht er auf und will ihr ein Küsschen auf die Wange geben. „Lass das. Was willst du?“ meint Alica und stellt ihre Tüten ab. „Setzt dich bitte zu mir.“ Sie setzt sich auf den Stuhl gegenüber. „Mich erkundigen wie es den Kleinen geht.“ „Gut und das konntest du mich nicht am Telefon fragen.“ „Nein, ich wollte dich sehen. Du fehlst mir einfach. Seitdem du den Kontakt zu uns abgebrochen hast, ist es noch schlimmer.“ „Es hat seine Gründe warum ich ihn abgebrochen habe.“ „Ja, wegen den Scheiß was wir gemacht haben. Aus dem Mist ist ein Kind entstanden um das ich mich kümmern werde so gut ich kann.“ „Brian, das ist lieb von dir, aber da brauchst du dir gar keine Gedanken machen, den die beiden sind nicht von dir.“ „Wie du hast zwei. Von wem sind sie dann?“ „Ja, ich habe vor 4 Tagen ein Pärchen geboren und Demian ist der Vater der beiden Süßen.“ „Dann habe ich mir um sonst Gedanken gemacht, wie ich das alles machen soll, mit meinen 4 und deinen.“ „Ja, hast du. Dann wäre das ja geklärt und bitte melde dich nicht mehr bei mir.“ „Alica, können wir nicht einfach wieder befreundet sein, wie vor diesen Scheiß. Naomi und ich vermissen dich.“ „Nein im Moment nicht. Vielleicht ergibt sich wieder mal was.“ meint Alica, steht auf und geht weg. Sie merkt noch wie Brian ihr nach sieht. Sie schlendert noch die Einkaufsstraße entlang und bevor sie nach Hause geht, holt sie Zoe vom Kindergarten ab. Die beiden kommen zu Hause an, wo sie Demian in der Küche sehen, der den Kochlöffel schwingt. „Oh der Herr im Haus kocht.“ „Jup!“ meint Demian und hält ihr den Löffel mit Soße hin. Alica kostet und meint: „Lecker.“ „Ich will auch kosten.“ sagt Zoe und hüpft herum. „Hier Maus.“ sagt Demian und gibt ihr. „Hmm!“ sagt Zoe und hüpft wie ein Frosch ins Zimmer. „Hast du alles erledigt.“ „Ja!“ meint sie und setzt sich an den Esstisch. Doch daraus wird nichts, denn einer der Kleinen meldet sich. „Lass sie weinen, ich habe sie bevor du gekommen bist gefüttert und gewickelt.“ meint Demian, als er Alica sieht, die aufstehen will. Doch sie muss trotzdem aufstehen, da Noel von der Schule gekommen ist und läutet. „Hallo Mama.“ ruft er von der Türe herein. Demian geht zur Zimmertüre und meint: „Psst!“ „Entschuldigung.“ sagt der Junge, als er zu er zu ihnen ins Zimmer kommt. „Noel, du musst dir angewöhnen leiser zu sein.“sagt Alica und gibt ihren großen ein Küsschen. „Wäh.“ sagt er und wischt seine Wange ab. „Achso, da wird jemand eitel.“ meint Demian grinsend.
Zwei Monate sind nun vergangen, die Zwillinge wachsen und gedeihen. Demian hilft Alica mit den Kindern so gut er kann. Durch das viele zusammen sein, knistert es bei den beiden wieder, doch keiner getraut sich den ersten Schritt zu machen. Es ist ein schöner Sonntag und Alica ist mit den Kindern im Garten, die beiden großen spielen Fußball und die beiden kleinen liegen im Kinderwagen. Alica hat es sich auf dem Liegestuhl bequem gemacht, als Demian auftaucht. „Papa!“ ruft Zoe und Alica erschreckt sich, weil sie dachte ihr Ex-Mann wäre hier. Sie sieht zum Gartentor und entdeckt Demian der mit Zoe am Arm zu ihr kommt. Alica fragt ihn, was er heute hier mache. „Ich habe eine kleine Überraschung für euch, kannst du bitte die Kinder zusammenpacken.“ „Man du mit deinen Überraschungen, du weißt das ich so was hasse. Brauchen wir ein Auto“ „Nein und ich weiß das du keine Überraschungen magst, aber das wird dir gefallen, da bin ich mir sicher.“ „Na gut. Zoe, Noel zusammenräumen.“ „Warum?“ fragt der Große. „Weil wir wo hin gehen.“ „Wohin?“ „Das wird eine Überraschung.“ meint Demian und die beiden räumen schnell die Sachen zusammen. Alica geht in die Wohnung und holt die Babytasche heraus. Demian nimmt den Kinderwagen und geht voraus. Noel und Zoe geben ihrer Mutter die Hand und spazieren hinter ihm nach. Sie treffen auf eine von Alicas Nachbarin. „Mei sind die beiden schon groß geworden. Habe sie jetzt lang nicht mehr gesehen.“ meint sie, als sie in den Kinderwagen sieht. „Ja! Sie sind so selten zu Hause.“ „Stimmt, bin viel bei meinen Kindern, die mich brauchen. So ich muss weiter. Auf Wiedersehen.“ „Auf Wiedersehen.“ sagt Alica und sie gehen weiter. Nach einer halben Stunde kommt die kleine Familie in einer Siedlung mit Einfamilienhäuser an. „Was wollen wir hier?“ fragt Alica und sieht Demian verwundert an. „Abwarten.“ sagt Demian und geht weiter. Kurz darauf bleibt er vor einem Haus stehen und meint: „Hier sind wir.“ „Schön wir stehen vor einem Haus.“ „Ja, eurem Haus.“ „Hä unserem.“ „Du hast mich schon verstanden.“ „Seit wann haben wir ein Haus, ich weiß nichts davon eines gekauft zu haben.“ „Hast du auch nicht, es ist meins.“ „Wie es ist deines, komm verarsch mich nicht.“ „Mache ich nicht.“ „Sag nicht du hast es dir wirklich gekauft.“ „Gekauft nicht, ich habe es damals von meinen Eltern geerbt.“ „Warum lebst du nicht selbst drin?“ „Vielleicht werde ich es später mal, aber jetzt will ich dass meine Kinder darin aufwachsen. Komm schon du wolltest doch immer in einem Haus leben.“ „Schon, aber eines das ich mir selber geleistet habe.“ „Alica, schau es dir einfach mal an, bitte.“ „Von mir aus?“ sagt sie und er gibt ihr den Schlüssel. Die beiden nehmen die Kleinen aus dem Kinderwagen und gehen ins Haus. Alica staunt nicht schlecht, der Eingangsbereich ist großzügig und es gehen vier Türen weg. „Fangen wir oben an.“ meint Demian und Alica nickt. Die beiden Großen laufen vor ihnen nach oben, wo sie wieder in einem Vorraum. „In diesem Stock gibt es vier Räume und ein kleines Bad.“ sagt Demian und öffnet eine der Türen. „Das hier ist das größte Zimmer und das würde für Noel gut passen.“ „Da sag ich nicht nein.“ meint der Junge und plant schon was er wo hinstellen will. Demian grinst und öffnet die nächste Türe. „Das wäre dann für Zoe. Dieser Raum ist abgeteilt, die eine Seite wäre der Schlafbereich und der andere zum spielen.“ Alica sagt nichts darauf und Zoe setzt sich mitten ins Zimmer auf den Teppichboden und spielt mit ihrer Puppe, die sie mitgenommen hat. „So Zoe gefällt es.“ sagt Demian und geht zur nächsten Türe. „Die beiden anderen Zimmer sind gleich groß und wären für die Kleinen.“ sagt er und öffnet die Türe. Der Raum ist großzügig und wenn Möbel drin sind hätten sie genug Platz zum Spielen. Alica gefällt das ganz gut und es ist großzügiger als ihre jetzige Wohnung, aber sie will nicht durch das hier von Demian abhängig sein, da es sein Haus ist. „Hier wäre das Badezimmer für die Kinder, mit WC, Wanne und Dusche. „Wow, das ist cool. Genau wie ich es immer wollte. Mit den großen weißen Wandfliesen und den schwarzen Bodenfliesen.“ „Ich weiß.“ „Wie du weißt?“ „Ich habe es extra so machen lassen.“ Alica lächelt und meint: „Damit ich mich dafür entscheide, du bist ein Gauner.“ Sie kneift ihn in den Bauch. „Hey.“ sagt er und kneift sie zurück.
