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Kapitel 1

Acht Monate nachdem Alica die Nachricht erhalten hat, dass Demian nicht mehr hier ist, hat sich ihr Leben wieder normalisiert. Die Geburt rückt immer näher. Es ist an einem Montag im Oktober, Alica sitzt mit ihrer neuen Nachbarin im Garten. Die vorige, Savanja und ihr Mann wurden von der Polizei abgeholt, da sie im Keller Drogen versteckt haben und im großen Stil damit dealten. Beide wurden zu Gefängnisstrafen verurteilt und die beiden Kinder kamen zu Pflegeeltern. Die neuen Nachbarn sind ein junges Pärchen mit einem Mädchen in Zoes Alter. Alica hat sich gleich mit ihnen verstanden und sie unternehmen viel zusammen. Die beiden reden gerade, als Alica die Wehen bekommt. Zuerst in langen Abständen, doch als sie immer kürzer werden ruft Sanija, die Rettung. „Kannst du bitte auf die Kinder schauen, bis die Oma kommt.“ „Ja sicher.“ meint sie und Alica ruft ihre Mutter an. Nach 5 Minuten ist die Rettung da und bringt Alica ins Krankenhaus.

Zur selben Zeit hat sich bei Demian alles normalisiert und er kann wieder aus der Versenkung auftauchen. Gleich nachdem er wieder in der Stadt ist, fährt er zu Alicas Wohnhaus. Er steht gerade vor der Wohnungstüre und will läuten als Sanija mit einem Müllsack runter kommt. „Wollen sie zu Alica?“ „Ja!“ „Sie ist nicht zu Hause.“ „Wissen sie vielleicht wo sie ist?“ „Im Krankenhaus.“ „Im Krankenhaus, was hat sie?“ fragt Demian entsetzt. „Darf ich fragen, wer sie sind?“ „Ich bin ein Bekannter.“ „Sie habe ich noch nie hier gesehen.“ „Ja, ich war die letzten 9 Monate außer Landes. Was ist denn jetzt mit Alica?“ „Sie bekommt ihr Kind.“ „Ihr Kind!“ „Ja das habe ich gesagt, sind sie taub.“ „In welchem Krankenhaus liegt sie?“ „Soweit ich weiß im Klinikum.“ „Danke!“ sagt Demian, verlässt das Haus, steigt ins Auto und fährt auf direktem Wege ins Klinikum. Er kommt außer Puste im Kreissaal an. Im Schwesternzimmer fragt er nach Alica. Eine der Schwestern fragt ihn wer er ist. „Ich bin Demian Warren, der Vater des Kindes. Kann ich zu ihr, bitte?“ „Frau Rogers hat gesagt sie will keinen Besuch haben“ „Bitte!“ „Ich werde sie fragen?“ meint die Schwester und geht vor ihm in den Kreissaal Nummer 5. Sie lässt die Türe einen Spalt offen und meint zu Alica: „Hier wäre ein Besuch für sie?“ „Besuch, wer ist es?“ „Ein Mann namens Demian Warren. „Er sagte mir, er sei der Vater des Kindes.“ „Das kann nicht sein. Demian ist seit neun Monaten tot.“ Die Schwester sieht sie an und meint ich werde ihn bitten zu gehen. Sie geht wieder hinaus und lässt die Türe offen. Alica dreht den Kopf in Richtung Türe und ihr bleibt fast das Herz stehen, als sie den Mann sieht. „Demian!“ ruft sie ihn und er antwortet ihr. Er geht zu ihr hinein, die Schwester folgt ihn und meint: „Wenn sie jetzt nicht gehen, dann rufe ich den Wachdienst.“ „Schwester, schon gut.“ „Wirklich!“ „Ja, wenn was sein sollte läuten sie.“ „In Ordnung!“ meint Alica und sie geht nach draußen. Alica wartet ab bis die Wehe vorbei ist und meint dann: „Das ist jetzt aber ein schlechter Scherz oder? 9 Monate dachten wir du bist gestorben und jetzt tauchst du aus dem nichts auf.“ Sie boxt ihn, während der Wehe mit der Faust in den Bauch. „Das habe ich wohl verdient.“ „Warum?“ „Was Warum?“ „Wieso wurde uns allen berichtet dass du Tot bist.“ Alicas Wehen werden immer kürzer. „Das war eine Inszenierung um einen falschen Cop ausfindig zu machen.“ „Wo warst du die ganze Zeit. Wieso hast du dich nicht einmal gemeldet.“ „Das konnte ich nicht, sonst wäre alles aufgeflogen und jetzt mal zu dir. Was ist das?“ meint er und hält seine Hand auf ihren Bauch. „Nach was sieht es den aus?“ „Babybauch.“ „Ne wirklich. Ich habe aus Kummer ein bisschen zu viel gegessen.“ Alica merkt wie etwas zwischen ihren Beinen runter läuft und der Druck im Becken immer mehr wird. Sie läutet nach der Schwester, die gleich herein kommt. „Was ist Frau Rogers?“ „Meine Fruchtblase ist geplatzt.“ „Na dann werden wir mal nachsehen.“ „Ich warte dann mal draußen.“ Demian will gehen, doch Alica erwischt ihn bei der Hand. „Nichts da, du bleibst hier. Du hast mir das hier eingebrockt, also musst du nun zusehen.“ „Hä!“ meint Demian und sieht sie mit großen Augen an. „Du hast mich schon richtig verstanden.“ Die Wehen werden immer stärker, doch Alica reißt sich zusammen um nicht zu schreien. „Alica bei der nächsten Wehe pressen, der Muttermund ist komplett offen. Es kann los gehen.“ Die nächste Wehe ist da und Alica presst. Diesmal schreit sie, da es weh tut. Dabei drückt sie Demians Hand ganz fest zusammen. „So fest durchatmen, nächste Wehe wieder pressen.“ Gesagt getan. „Super, der Kopf ist da und noch einmal.“ Alica presst und das erste Baby ist da. „Glückwunsch, es ist ein Mädchen.“ Die Ärztin fragt Demian ob er die Nabelschnur durchtrennen will. Er nickt und zwickt sie ab. „Nummer zwei wartet. Alica nächste Wehe pressen.“ Demian muss einmal fest schlucken als er Nummer zwei hört. Nach zwei Mal fest pressen ist auch der kleine Mann hier. Alica ist nun total erschöpft und will schlafen. „Demian!“ sagt die Ärztin und hält ihm die Schere hin. Er zwickt die Nabelschnur ab und die beiden werden von der Ärztin untersucht, gewogen und dann in ein Handtuch gewickelt. Die Schwester kommt mit den Babies zu ihnen und legt sie bei Alica auf die Brust. „Habt ihr schon Namen für die beiden?“ „Ja, Jolie und Noah.“ Demian grinst, diese Namen wollte er seinen Kindern, wenn er mal welche hat geben. Naja jetzt hat er zwei auf einen Streich, wenn es wirklich seine sind. Alica sollen wir den Test machen, denn anscheinend ist er wieder von den Toten auferstanden. „Ja!“ „Herr Warren, sind sie einverstanden, wenn wir mit ihnen und den Kleinen einen Vaterschaftstest machen.“ „Ja!“ „Gut, dann brauchen wir ein wenig Speichel von ihnen. Mund auf.“ Die Ärztin macht einen Abstrich und verlässt den Raum. „Wollen sie einen der Kleinen halten, während ich Alica umbette?“ Demian nickt und sie gibt ihm Jolie. Noah legt sie ins Babybettchen und bettet dann Alica ins normale Bett um. So jetzt geht’s ab ins Zimmer und dann gibt es Essen für die beiden Süßen. Sie legt Jolie ins Bettchen, schiebt Alica ins Zimmer und Demian fährt mit den Bettchen hinten nach. „Kannst du mir sagen, wie ich es in den großen beibringen soll, dass du nicht gestorben bist?“ fragt Alica, während die beiden kleinen an ihren Brüsten nuckeln. „Ich weiß es selber nicht. Bei meiner Schwester ist es nicht besser.“ „Bleibst du eigentlich in der Gegend oder tauchst du wieder unter.“ „Nein, ich bleibe. Du glaubst doch nicht, das ich dich und die Kinder, egal ob es meine sind oder nicht alleine lasse.“ Alica lächelt und gibt ihn Noah. „Hallo Süßer.“ meint Demian und streichelt ihn über die Wange, dann legt er ihn ins Bettchen. Dasselbe macht er mit Jolie. „So ich werde euch alleine lassen, schlaf ein bisschen.“ meint er zu Alica und gibt ihr ein Küsschen auf die Stirn. Er verlässt das Zimmer und Alica sieht ihn nach.

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